BISTUM TRIER

Wegen Veruntreuung verurteilter Priester meldet Privatinsolvenz an

Anzeige

Der Mann hatte wohl mehr als 130.000 Euro aus kirchlichen Kassen entnommen und hat sich im Prozess zur Rückzahlung verpflichtet. Und jetzt?

Von KNA

Ein wegen Veruntreuung von Kirchengeldern verurteilter Priester im Bistum Trier hat Privatinsolvenz angemeldet. "Die Konsequenzen daraus prüft das Bistum derzeit", sagt eine Sprecherin der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zuvor hatte die Zeitung "Trierischer Volksfreund" berichtet.

Der Mann war Ende 2024 in Bitburg zu einer 21-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Urteil bezog sich auf die Veruntreuung von 130.000 Euro. Nach neuen Erkenntnissen soll er aber noch Zehntausende Euro mehr aus kirchlichen Kassen genommen haben.

Geld für Luxusgüter, Reisen und teures Auto

Der Pfarrer hatte die Mittel auf eigene Konten umgeleitet. Im Prozess hatte er ausgesagt, das Geld für Luxusgüter, Reisen und ein teures Auto verwendet zu haben. Er habe sich nach gesundheitlichen Problemen etwas gönnen wollen. Der Priester räumte im Verfahren sein Fehlverhalten ein und bat um Entschuldigung.

Er ist seit Ende 2023 von seinen priesterlichen Aufgaben suspendiert und arbeitet in der kirchlichen Verwaltung. Zur Rückzahlung der veruntreuten Gelder hat er sich verpflichtet. Der Mann habe "eine administrative Aufgabe" außerhalb von Seelsorge und Pfarramt übernommen, so die Bistumssprecherin.

Anzeige

Komplet - der Abend-Newsletter von Kirche+Leben

JETZT KOSTENLOS ANMELDEN



Mit Ihrer Anmeldung nehmen Sie die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis.