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Pastoralreferentin wird am 25. September beauftragt

Vielfalt macht den Beruf aus - Margarete Schylek arbeitet in Münster

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Sieben Frauen werden durch Bischof Felix Genn am 25. September für den Dienst als Pastoralreferentin im Bistum Münster beauftragt. Zuvor stellen wir einige Seelsorgerinnen vor. Heute: Margarete Schylek, die das Team der Pfarrei St. Liudger in Münster verstärkt.

Manchmal ist Margarete Schylek selbst überrascht, dass es sie in den pastoralen Bereich verschlagen hat. „Eigentlich wollte ich in der Wissenschaft bleiben“, sagt die studierte Religionswissenschaftlerin und Theologin. Doch dann zeichnete sich in den vergangenen Jahren ein anderer Weg ab. Seit Anfang September unterstützt die 40-Jährige als Pastoralreferentin das Seelsorgeteam der Pfarrei St. Liudger in Münster, berichtet die Bischöfliche Pressestelle.

Als sie fünf Jahre alt war, zog Margarete Schylek mit ihren Eltern aus Schlesien nach Lippstadt. „Polen gilt zwar als erzkatholisch, aber meine Eltern sind hier in Deutschland nicht jeden Sonntag zur Kirche gegangen“, erinnert sie sich. Zu groß sei die Sprachbarriere gewesen. Als Jugendliche und junge Erwachsene zog es Margarete Schylek dagegen immer wieder in den Gottesdienst. „Die Atmosphäre, die Gebete – es hat mir einfach gefallen“, blickt sie zurück. Weil Religion und Philosophie sie schon immer interessiert hat, stand für die damals 15-jährige Margarete schon fest: „Ich möchte Theologie studieren.“ Nach dem Umzug nach Münster knüpfte sie unter anderem Kontakte zur Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde (KSHG).

Berufswunsch wuchs dank Mitarbeit in Pfarrei

Die Beauftragungsfeier am Sonntag, 25. September, um 14.30 Uhr wird live im Internet auf Kirche-und-Leben.de übertragen.

An eine Glaubenskrise, wie viele andere sie gerade als Heranwachsende haben, kann sie sich nicht erinnern. „Der Glaube hat mich immer begleitet und ist ein wichtiger Grundpfeiler in meinem Leben“, fasst Margarete Schylek zusammen. Nach dem Studium arbeitete sie parallel zur Dissertation als pastorale Mitarbeiterin in der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser. „Ich durfte zunehmend eigenständig arbeiten und habe Verantwortung in unterschiedlichen Bereichen im Pfarreileben übernommen.“

Diese Erfahrungen ließen einen neuen Berufswunsch in der Münsteranerin wachsen: Sie hängte ihre wissenschaftliche Arbeit an den Nagel und begann ihre Ausbildung zur Pastoralreferentin in der Pfarrei St. Joseph Münster-Süd. Vier Jahre lang sammelte sie praktische Erfahrungen, bereitete unter anderem Kinder auf die Erstkommunion vor und entwickelte – ein echtes Herzensprojekt der 40-Jährigen – eine Give-Box, die bis heute auf dem Kirchplatz an der Hammer Straße steht. Geben und nehmen, tauschen oder verschenken – das ist das Prinzip des gut zwei Meter hohen und 1,70 Meter breiten Schranks.

Vielseitiger Beruf

Margarete Schylek schätzt vor allem die Vielseitigkeit an ihrem Beruf. „Ich möchte Ansprechpartnerin für die Menschen sein und mit ihnen zusammen in den verschiedenen Kontexten den Glauben gestalten“, erklärt die Pastoralreferentin, die mit ihrem 14-jährigen Sohn in Gievenbeck lebt. Dankbar ist sie für die herzliche Aufnahme in St. Liudger, wo Margarete Schylek sich bereits in den Gottesdiensten vorgestellt hat. Dass die Pfarrei eine schwierige Zeit hinter sich hat, ist ihr bewusst: „Ich merke, dass ich mit den Menschen besonders behutsam umgehen muss.“

Von Oktober an wird Margarete Schylek ihren Kollegen Hendrik Werbick in dessen dreimonatiger Auszeit am Kirchort St. Anna vertreten. Sie wird Ansprechpartnerin für zwei Kindergärten und zwei Schulen sein, Familiengottesdienste mitgestalten, die Jugendgruppen begleiten und im Predigt- und Beerdigungsdienst unterstützen. Erfahrungen im letztgenannten Bereich konnte die Pastoralreferentin bereits in St. Joseph Münster-Süd sammeln. „Menschen in ihrer Trauer begleiten zu dürfen, ist eine besondere Art von Verantwortung. Es ist dann meine Aufgabe, das, was die Trauernden nicht in Worte fassen können, zur Sprache zu bringen“, erklärt sie. Auch bei ihren anderen Aufgaben steht für Margarete Schylek immer der Mensch im Mittelpunkt. „Ich freue mich auf viele Begegnungen!“

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