Preisträger aus Remscheid, Bad Honnef, Schweinfurt und Dresden

Vier Initiativen gegen Rassismus erhalten katholischen Preis

Die Deutsche Bischofskonferenz hat in Essen den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus verliehen. Die insgesamt mit 11.500 Euro dotierte Auszeichnung ging an vier Projekte in Remscheid, Bad Honnef, Schweinfurt und Dresden.

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße, in der Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen zuständig, ehrte die Initiativen als „Vorbilder christlicher Nächstenliebe“. Der zum dritten Mal vergebene Preis soll dazu beitragen, das kirchliche Zeugnis gegen jede Form der Menschenverachtung zu stärken.

Hauptpreis nach Remscheid-Lennep

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) würdigte in seiner Festrede das Engagement der Preisträger als wichtigen Beitrag für die Demokratie. „Sie stärken mit ihrem beeindruckenden Einsatz den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft, indem sie sich gegen Menschenverachtung und den Hass zur Wehr setzen.“

Den mit 4.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt das Projekt „Global Village: Weltort Lennep“ der katholischen Pfarrei St. Bonaventura und Hl. Kreuz in Remscheid-Lennep. Das Projekt fördere auf kreative und sensible Weise den Austausch zwischen Kulturen und Generationen, hieß es. Beteiligt seien Flüchtlinge, Senioren aus der Pfarrei, Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Gruppen, Gläubige der Spanischen Mission und Menschen in schwierigen Lebenslagen.

Zwei zweite Preise

Der mit jeweils 3.000 Euro dotierte zweite Preis wurde zwei Mal vergeben. Die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB, Bad Honnef) und der Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland wurden für ihre gemeinsame Initiative „Tacheles! Klare Kante gegen Extremismus“ geehrt. Die Caritas Schweinfurt erhielt die Auszeichnung für das Projekt „Lesekoffer Flucht und Vertreibung“ und weitere Aktionen in der Flüchtlingshilfe.

Sonderpreis nach Dresden

Ein mit 1.500 Euro dotierter „Sonderpreis für eine innovative Projektidee“ ging an das Projekt „Café Hoffnung“ der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen. Herzstück ist das „Café-Mobil“, ein Lastenrad mit aufmontierter Espressomaschine. Es ist auf Wochenmärkten, Stadt- und Gemeindefesten unterwegs.

Mitarbeiter bieten Passanten gratis Kaffee an und kommen so ins Gespräch. Da sich die Engagierten als Christen zu erkennen geben, sei der Weg nicht weit zu gesellschaftlichen Themen wie Religion, Islam oder eben Migration, sagen sie.