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Pastoralreferentin wird am 25. September beauftragt

Vom Ehrenamt zum Beruf - Alina Lübbers ist in Recklinghausen aktiv

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Sieben Frauen werden durch Bischof Felix Genn am 25. September für den Dienst als Pastoralreferentin im Bistum Münster beauftragt. Zuvor stellen wir einige Seelsorgerinnen vor. Heute: Alina Lübbers, die das Team der Pfarrei Liebfrauen in Recklinghausen verstärkt.

Warum nicht das Ehrenamt zum Beruf machen? Das hat sich Alina Lübbers gefragt. Doch so einfach, wie es sich liest, war es für die 28-Jährige dann doch nicht. Heute ist sie jedoch froh, die Ausbildung zur Pastoralreferentin absolviert zu haben. Nach dem Theologiestudium in Münster und drei Jahren in Waltrop als Pastoralassistentin hat sie am 1. August ihre Arbeit in der Pfarrei Liebfrauen in Recklinghausen aufgenommen, wie die Bischöfliche Pressestelle berichtet.

„Nach dem Abitur wusste ich zunächst nicht genau, was ich beruflich machen sollte. Deshalb habe ich ein freiwilliges ökologisches Jahr an der Domschule des Bistums Osnabrück begonnen“, berichtet Lübbers. Aufgewachsen im niedersächsischen Altenoythe (Landkreis Cloppenburg) hatte sie sich in vielen Bereichen der Jugendarbeit ehrenamtlich engagiert. Sei es bei den Messdienern, der Bibelwoche, im Zeltlager oder in der Erstkommunionkatechese.

Praxis spricht Lübbers mehr an

„Ich bin sehr katholisch geprägt“, sagt Lübbers lächelnd. Weil sie sich vorstellen konnte, Pastoralreferentin zu werden, hat sie sich mit einer Seelsorgerin getroffen. „Sie hat mir viel über ihren Beruf erzählt und mich zu verschiedenen Terminen mitgenommen. Das hat mir gefallen“, berichtet sie. Lübbers begann, Theologie in Münster zu studieren. „Mich hat die Praxis ebenso interessiert wie die Wissenschaft. Es war wirklich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das nach meinem Abschluss doch die Praxis ganz knapp gewonnen hat“, erklärt sie.

In den vergangenen drei Jahren hat Lübbers in der Pfarrei St. Peter in Waltrop während ihrer Ausbildung unterschiedliche Aufgabenfelder der Seelsorge kennengelernt. „Im ersten Jahr war ich in der Grundschule tätig. Das konnte ich mir anfangs gar nicht vorstellen, aber es war sehr wertvoll. Für mich war es eine Herausforderung, mein theologisches Wissen für Grundschüler im Religionsunterricht herunterzubrechen. Und ich hatte Kontakt zu Kindern, denen ich sonst vielleicht nicht begegnet wäre“, berichtet sie. In dieser Zeit sei die Idee entstanden, einen Kinder- und Jugendtreff mit Spiel- und Spaßangeboten zu initiieren. „Neben den Chorkindern sind auch viele Grundschüler gekommen, weil ich an der Schule ordentlich die Werbetrommel gerührt habe“, erzählt sie weiter. Leider habe sie wegen der Corona-Pandemie das Angebot im Frühjahr 2020 aufgeben müssen.

Corona hat neue Ideen hervorgebracht

Insgesamt sei ihre Assistenzzeit durch die Pandemie geprägt gewesen. „Ein dreiviertel Jahr habe ich die ‚normale‘ Arbeit in der Gemeinde kennengelernt. Durch die Einschränkungen sind jedoch neue Angebote entstanden, die wir sonst vielleicht nicht gemacht hätten“, informiert Lübbers.

Gemeinsam mit dem leitenden Pfarrer Carsten Roeger, dem Pastoralreferenten Johannes Linke sowie der Pastoralreferentin Christine Bischof habe sie beispielsweise eine Outdoorkrippe initiiert, die mit Figuren aus Pappmaschee ausgestattet wurde. „Verschiedene Gruppen haben sich daran beteiligt. Das Projekt war so erfolgreich, dass wir die Krippe erst nach zwei Monaten wieder abgebaut haben“, freut sie sich über die positiven Rückmeldungen.

Arbeit mit Grundschulkindern begeistert

Die Beauftragungsfeier am Sonntag, 25. September, um 14.30 Uhr wird live im Internet auf Kirche-und-Leben.de übertragen.

Blickt sie auf die drei Jahre zurück, hat ihr die Arbeit mit Grundschulkindern besonders viel Freude gemacht. „Das liegt mir. Das hätte ich nicht gedacht“, gibt sie lachend zu. Aber auch der Predigtdienst habe ihr gut gefallen. Nun sei sie neugierig auf ihre Aufgaben in Recklinghausen. So könne sie sich gut vorstellen, im Beerdigungsdienst aktiv zu werden. „Während der Ausbildung habe ich gemerkt, dass diese Aufgabe etwas für mich ist“, sagt Lübbers. Aber sie sei auch gespannt, was sonst noch auf sie zukomme. „Pfarrer Hanno Rother ist offen für neue Formate. Das ist eine interessante Perspektive“, sagt sie.

Privat bleibt die begeisterte Fußballerin, die seit ihrem fünften Lebensjahr spielt und in Bork eine neue Mannschaft gefunden hat, zunächst in Waltrop wohnen. „Wir trainieren drei Mal wöchentlich. Und da bin ich von Waltrop einfacher schneller in Bork. Das ist keine Entscheidung gegen Recklinghausen“, stellt sie klar.

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