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Bonifatiuswerk schickt junge Menschen in die Diaspora

Von Marienfeld nach Uppsala - Johanna Müller macht „Praktikum im Norden“

  • 22 junge Menschen aus 14 deutschen Bistümern nehmen am Programm „Praktikum im Norden“ des Bonifatiuswerkes teil.
  • Darunter ist Johanna Müller aus Harsewinkel-Marienfeld.
  • Die Delegierte des Synodalen Weges wird in Uppsala aktiv sein.
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Schweden, Norwegen, Dänemark, Island, Lettland und Estland: das sind die Reiseziele für 22 junge Menschen aus 14 deutschen (Erz-)Bistümern in den kommenden Wochen. Mit dem „Praktikum im Norden“ des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken erfahren sie, was es heißt, in einer jungen, wachsenden, aber materiell armen Kirche den Glauben als Minderheit zu leben und helfen einige Monate in kirchlichen Institutionen mit, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bevor es auf die große Reise geht, haben sich die künftigen Praktikantinnen und Praktikanten auf den Weg nach Paderborn ins Bonifatiuswerk zu einem Vorbereitungsseminar gemacht. Welche kulturellen Begebenheiten muss ich in meinem Praktikumsland beachten? Wer ist meine Ansprechperson vor Ort? Was muss ich wegen der Corona-Pandemie beachten? Antworten auf die Fragen der Freiwilligen lieferten die Verantwortlichen für das Programm, Marisa Grummich und die Projektkoordinatorin, Ricarda Clasen. Zusätzlich gab es die Möglichkeit, Tipps und Hinweise aus erster Hand, von den ehemaligen Freiwilligen, zu erhalten.

Neugierig auf Kirche in Schweden

Für Johanna Müller aus Harsewinkel-Marienfeld (Kreis Gütersloh) geht es im August ins schwedische Uppsala. Im Newman Institut, der einzigen katholischen Hochschule in Skandinavien, wird sie tätig sein. Dort erwarten sie unterschiedliche praktische und administrative Aufgaben. „Ich bin neugierig darauf, Kirche in einem anderen Land und gleichzeitig in der Diaspora zu erleben und mitgestalten zu können. Das ‚Praktikum im Norden‘ bietet mir die Möglichkeit, das Land, andere Menschen und die katholische Kirche vor Ort näher kennenzulernen und zu unterstützen“, erklärt die Abiturientin und zugleich jüngste Delegierte des katholischen Reformprozesses Synodaler Weg ihre Beweggründe.

„Das Wagnis eingehen und ein neues Land in seiner ganzen Vielfalt entdecken: Mit unserem ‚Praktikum im Norden‘ ermöglichen wir jedes Jahr jungen Freiwilligen die Chance, diesen Schritt zu gehen. Dort werden sie Menschen begegnen, die auf eindrucksvolle Weise ihren Glauben in einer Diaspora-Situation leben. Mit ihrem caritativen Engagement vor Ort werden die Freiwilligen Teil einer Gemeinschaft, die oftmals über das Praktikum hinweg trägt und prägende Spuren auf ihrem weiteren Lebensweg hinterlässt“, sagt der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Georg Austen, über das Programm.

Das „Praktikum im Norden“

Mit dem „Praktikum im Norden“ machen sich jährlich rund 20 junge Menschen auf den Weg nach Nordeuropa und ins Baltikum. Dort gewinnen sie unmittelbare Einblicke in das kirchliche Leben in der Diaspora. Es ist ein Kooperationsprogramm zwischen dem Bonifatiuswerk und dem Newman Institut im schwedischen Uppsala. Finanzielle Unterstützung erhält es auch vom Erzbistum Paderborn.

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