KRIEG

VW: Bündnis kritisiert möglichen Einstieg in Rüstungsproduktion für Israel

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Das von der Schließung bedrohte Werk in Osnabrück könnte bald Teile für den „Iron Dome“ herstellen. Viele christliche Organisationen kritisieren das.

Von KNA

Das Bündnis „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ kritisiert einen möglichen Einstieg des Volkswagen-Konzerns ins Rüstungsgeschäft. Medienberichten zufolge könnten im von der Schließung bedrohten VW-Werk Osnabrück (Niedersachsen) künftig Rüstungsgüter für Israel produziert werden.

„Der Weg in die Rüstung ist der falsche Weg und wird weder dem symbolischen Ort noch der Verantwortung und Geschichte des VW-Konzerns gerecht“, sagte der Koordinator des Bündnisses, Andreas Seifert. Osnabrück stehe für den Westfälischen Frieden von 1648 und damit für die friedliche Aushandlung von Konflikten. VW produzierte im Zweiten Weltkrieg unter den Nazis Rüstungsgüter.

„Rendite um jeden Preis“

Das Bündnis wirft VW zudem vor, nicht vorrangig den Erhalt von Arbeitsplätzen im Blick zu haben, sondern den Erhalt von „Rendite um jeden Preis“. Der Konzern müsse friedliche und zukunftsfähige zivile Alternativen für das Werk in Osnabrück finden.

Die „Aktion Aufschrei“ ist ein Zusammenschluss von mehr als 100 Organisationen und Friedensinitiativen – darunter das Hilfswerk Misereor, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, die deutsche Franziskanerprovinz und die Friedensbewegung Pax Christi.

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