EUROPA

Wahl in Ungarn: Katholisches Werk Renovabis zwischen Hoffnung und Sorge

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Bleibt Viktor Orban in Ungarn an der Macht? Wie reagiert er, falls nicht? Worauf hofft Renovabis für Europa?

Von KNA

Mit Blick auf die Parlamentswahl in Ungarn appelliert das deutsche katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis an den Verlierer, eine Niederlage anzuerkennen. "Eine echte Demokratie macht es aus, dass Machtübergaben von einer auf eine andere Partei friedlich und respektvoll stattfinden", sagt Renovabis-Hauptgeschäftsführer Thomas Schwartz der Katholischen Nachrichten-Agentur.

Die ungarische Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban habe in den letzten Jahren durch Spaltung regiert, auch mit Blick auf den europäischen Zusammenhalt, so der Renovabis-Chef. "Sicherlich ist es in unserem Sinne, wenn das Miteinander in Europa gestärkt wird."

Renovabis-Chef: Solidaität stärken

Der Priester betonte aber, es sei nicht die Rolle von Renovabis, Wünsche zum Wahlausgang zu äußern. Sein Hilfswerk stehe grundsätzlich auf der Seite von Menschen in Not, beispielsweise Geflüchteten. "Wir hoffen darauf, dass unabhängig vom Wahlausgang Menschen, die flüchten mussten, mit mehr Empathie und Solidarität begegnet wird."

Ungarn wählt an diesem Sonntag ein neues Parlament. Aussichtsreichste Kandidaten sind Orban und Oppositionsführer Peter Magyar. Wegen des komplizierten Wahlsystems werden belastbare Ergebnisse erst in der Nacht erwartet.

Renovabis-Chef: Ungarn wieder zusammenführen

Umfragen vor der Wahl lassen einen Machtwechsel möglich scheinen. Vertreter beider Parteien sprachen am Sonntag bereits von Versuchen, die Wahl zu manipulieren.

"Ungarn ist ein hoch polarisiertes Land, wo es dringend Kräfte braucht, die die Gesellschaft zusammenführen, gerade nach diesem scharfen Wahlkampf", so Schwartz. Das Hilfswerk fördert in dem Land Projekte etwa für benachteiligte Kinder und Jugendliche.

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