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Per Brief stimmen 19,1 Prozent ab – an den Urnen nur 4,4 Prozent

Wahlen im Bistum Münster: Höhere Beteiligung in Briefwahl-Pfarreien

  • Bei den Pfarreiratswahlen im Bistum Münster haben im nordrhein-westfälischen Bistumsteil die Briefwahl-Pfarreien eine deutlich höhere Wahlbeteiligung erreicht als die anderen Gemeinden.
  • In Pfarreien, die ihre Pfarreiräte per Allgemeiner Briefwahl wählen ließen, hätten im Schnitt 19,1 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt, meldet die Bischöfliche Pressestelle.
  • In den anderen Pfarreien seien lediglich 4,4 Prozent zu den Wahlurnen gekommen.
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Bei den Pfarreiratswahlen im Bistum Münster haben im nordrhein-westfälischen Bistumsteil die Briefwahl-Pfarreien eine deutlich höhere Wahlbeteiligung erreicht als die anderen Gemeinden. In Pfarreien, die ihre Pfarreiräte per Allgemeiner Briefwahl wählen ließen, hätten im Schnitt 19,1 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt, meldet die Bischöfliche Pressestelle. In den anderen Pfarreien seien lediglich 4,4 Prozent zu den Wahlurnen in den Pfarrheimen gekommen.

Bei der Allgemeinen Briefwahl werden sämtlichen Wahlberechtigten ihre Unterlagen zugestellt. Über 90 und damit mehr als die Hälfte der Pfarreien hätten ihre Pfarreiräte auf diese Weise bestimmt, hieß es. Zahlen zur Wahlbeteiligung im niedersächsischen Bistumsteil lagen zunächst nicht vor.

 

Höchste Wahlbeteiligung in zwei Pfarreien am Niederrhein

 

Die höchste Wahlbeteiligung bei den Pfarreiratswahlen erreichte laut Pressestelle die Pfarrei St. Bonifatius Kranenburg-Niel mit 48 Prozent, gefolgt von St. Martin Kranenburg-Zyfflich mit 35 Prozent, St. Johannes Evangelist Selm-Cappenberg mit 34 Prozent und St. Brictius Schöppingen mit 33 Prozent. Diese Werte gäben „den Gremien einen breiten Rückhalt“, sagte Bischof Felix Genn den Angaben zufolge.

Genn dankte den Gewählten dafür, dass sie „in dieser massiven Veränderungssituation der Kirche“ bereit seien, Verantwortung zu übernehmen „zum Wohl und zur Zukunft“ ihrer Pfarreien. Die neuen Gremienmitglieder würden „die notwendigen Veränderungen in der Kirche in den nächsten Jahren“ mitgestalten.

 

Kaum noch Menschen wählen an den Urnen

 

Der Bischof dankte zugleich allen ausgeschiedenen Pfarreiräten und Kirchenvorständen für ihre Arbeit. Im NRW-Teil des Bistums wurde neben den Pfarreiräten auch jeweils die Hälfte der Kirchenvorstandsmitglieder neu gewählt.

Während Briefwahl-Pfarreien eine höhere Wahlbeteiligung erzielten, geht die Beteiligung bei der „klassischen“ Wahl seit Jahren zurück: 2009 kamen noch 10,3 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen, 2013 waren es 7,1 Prozent. 2017 wurde bei der Wahlbeteiligung der Wert der Urnenwahlen nicht eigens ausgewiesen, 2021 beträgt er nun noch 4,4 Prozent.

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