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Am 1. Mai beginnt die Wallfahrtzeit in Kevelaer. Erzbischof Udo Markus Bentz sagte, wie Pilgern die Menschen bereichert.
Mit drei Hammerschlägen gegen die Pilgerpforte der Wallfahrtsbasilika St. Marien hat der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz die Wallfahrtszeit 2026 in Kevelaer eröffnet. Mit Blick auf das Jahresmotto der Wallfahrt, „Raum geben“, sagte Bentz, Menschen bräuchten Orte, die nicht einengen, sondern Halt, Schutz und Würde ermöglichen, meldet die Bischöfliche Pressestelle Münster.
Wallfahrt bedeute, aus persönlicher Enge aufzubrechen und darauf zu vertrauen, dass Gott Weite, Trost und neue Perspektiven schenke, so Bentz. Dabei verändere Gott nicht immer sofort die äußeren Umstände, sondern öffne vor allem das Herz und ermögliche neues Aufatmen.
Offenes Leitwort gegen gesellschaftliche „Verengung“
Der Erzbischof fragte angesichts wachsender Polarisierung in der Gesellschaft und schwindender Toleranz, welchen Raum Menschen einander noch geben. Diesen Gedanken greift auch Bastian Rütten von der Wallfahrtsleitung in Kevelaer auf. „Wir sehen vielerorts Verengung und Radikalisierung. Dem setzen wir bewusst ein offenes, einladendes Thema entgegen“, sagte er laut Pressestelle. Es gehe um „Raum für Toleranz, Raum für Begegnung, Raum für Dialog – interreligiös, aber auch zwischen unseren sozialen Gesellschaftsschichten.“
Am nach Altötting zweitgrößten deutschen Marienwallfahrtsort wird das Gnadenbild der Gottesmutter als „Trösterin der Betrübten“ verehrt. Mehrere hunderttausend Pilgerinnen und Pilger kommen jedes Jahr, wobei laut Wallfahrtsleitung der Anteil der Einzelpilger gegenüber den Gruppenwallfahrten in den vergangenen Jahren größer geworden sei.