WALLFAHRTSORT

Brandanschlag auf Altar, Marienstatue beschmiert: Festnahme in Medjugorje

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Nach einem Brandanschlag und Schmierereien ermittelt die Polizei im Wallfahrtsort. Jetzt melden die Ermittler einen ersten Erfolg.

Von KNA

Update, 28. Juli, 16:15 Uhr: Nach einem Akt von Vandalismus im Wallfahrtsort Medjugorje am Dienstagmorgen, 28. Juli, hat die Polizei in Bosnien und Herzegowina einen Tatverdächtigen festgenommen. Er stehe im Verdacht, mehrere Marienstatuen mit Farbe beschmiert und einen Altar in Brand gesteckt zu haben, melden örtliche Medien. Katholische und andere Religionsvertreter verurteilten den Anschlag.

Ein religiöses Motiv sei nicht auszuschließen, hieß es. Demnach sei eine Statue mit dem Schriftzug Teufel im Kleid versehen worden. Des Weiteren sollen am Tatort Schilder mit den Botschaften Medjugorje ist eine Täuschung“ und Nur Jesus“ gefunden worden sein.

Vandalismus in Medjugorje

Erstmeldung, 28. Juli, 14:40 Uhr: Kurz vor dem Beginn des Internationalen Jugendfestivals in Medjugorje am Samstag, 1. August, hat es im bosnisch-herzegowinischen Wallfahrtsort mehrere Akte von Vandalismus gegeben. Wie die örtliche Polizei bestätigt, gab es in der Nacht zum Dienstag, 28. Juli, einen Brandanschlag auf den Außenaltar hinter der Pfarrkirche Sankt Jakobus, der traditionell im Zentrum des Jugendtreffens steht. Der erst vor kurzem renovierte Altar konnte schnell gelöscht werden, wurde aber beschädigt.

Zudem wurde eine Marienstatue auf dem Erscheinungsberg Podbrdo mit schwarzer Farbe beschmiert. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurden am Sockel der Statue Graffitis mit Schmähungen in englischer Sprache gefunden. Zudem seien Transparente mit Botschaften gegen den Wallfahrtsort, die Jungfrau Maria und die Seher der angeblichen Marienerscheinungen angebracht worden. Auch vom Kreuzberg Krizevac wurden demnach Spuren von Vandalismus gemeldet. Die Polizei leitete Ermittlungen ein.

Gebet für die Umkehr der Täter

Die Pfarrei Medjugorje bestätigte am Dienstag die Beschädigungen und erklärte, die Wallfahrtsstätte bleibe weiter für alle Pilger geöffnet. Das Gebetsprogramm werde regulär fortgesetzt; zugleich würden die betroffenen Bereiche gereinigt und die Schäden behoben, damit die Orte wieder als Stätten des Gebets und der Begegnung mit Gott dienen könnten.

Man bete für die Umkehr der Verantwortlichen und darum, dass sie den Weg des Guten finden. Wir sollen nicht mit Bösem auf Böses antworten, sondern durch unser Leben Liebe, Vergebung und Hoffnung bezeugen“, heißt es in der Erklärung. Zum fünftägigen Mladi-Fest werden ab 1. August 50.000 Jugendliche aus aller Welt in Medjugorje erwartet.

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