KLJB-Diözesanvorsitzender Alexander Kleuter im Video

Warum ein junger Landwirt trotz schlechter Ernte Danke sagt

Erntedank feiern
Junglandwirt Alexander Kleuter sagt, warum er Erntedank auch dann feiert, wenn der Feldertrag schlecht war.Video: Michael Bönte
Alexander Kleuter

Der Sommer war viel zu trocken – die Ernte war schlecht. Trotzdem gilt es, Erntedank zu feiern, sagt Alexander Kleuter. Er ist Junglandwirt und Vorsitzender der Katholischen Landjugendbewegung im Bistum Münster. Auf dem elterlichen Hof bei Lüdinghausen habe er für die 120 Mastbullen und mehr als 2000 Mastschweine viel weniger Futter einfahren können als in anderen Jahren. „Aber auch für diese Ernte heißt es, Danke zu sagen.“

Das Erntedankfest wird immer am ersten Oktober-Wochenende gefeiert

Mit dem Erntedankfest danken Kirchen und Landwirte für die eingebrachte Ernte. Christen erinnern seit dem dritten Jahrhundert mit einem eigenen Festtag daran, dass Gott der Schöpfer der Welt ist. Sie verweisen auch auf das „Vater unser“, in dem es heißt: „Unser tägliches Brot gib uns heute“.

Im Gottesdienst werden oft die Altäre mit Früchten, Gemüse, Blumen und Getreideähren geschmückt. In manchen Pfarreien gibt es Prozessionen und aufwendig gestaltete Blumen- und Früchteteppiche oder Erntekränze und -kronen. Mittlerweile weisen viele Gemeinden außerdem auf den Umweltschutz oder die Entwicklungshilfe hin. Manche verbinden dies mit einer Solidaritätsaktion für Menschen, die Not und Hunger erleiden.

In der katholischen Kirche gibt es keinen weltweit einheitlichen Termin für das Fest. Für Deutschland legte die Bischofskonferenz 1972 den ersten Sonntag im Oktober fest, an dem auch die meisten evangelischen Gemeinden hierzulande Erntedank feiern.
In der Vergangenheit begleiteten zahlreiche Bräuche den Abschluss der Ernte, etwa das gemeinsame Gebet vor Arbeitsbeginn, das Schmücken des letzten Erntewagens oder ein gemeinsames Mahl mit Tanz nach dem Ende der Feldarbeit. Manches davon setzt sich bis heute in regionalen Bräuchen fort.

Text: kna