Kirche+Leben Lexikon

Was bedeutet Ökumene?

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Das griechische Wort „Ökumene“ heißt wörtlich übersetzt „die ganze bewohnte Erde“ und meint die Bemühungen um die Einheit aller getrennten Christen. Die ökumenische Bewegung ging zunächst von der evangelischen Seite aus und führte 1948 zur Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Die katholische Kirche nimmt seit Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) aktiv an der ökumenischen Bewegung teil und führt inzwischen eine Vielzahl von Dialogen auf nationaler und internationaler Ebene, so unter anderem mit dem Lutherischen Weltbund, dem Reformierten Weltbund, dem Weltrat der Kirchen, mit den Anglikanern und mit der Orthodoxie.

Papst Johannes Paul II. hat in seiner Ökumene-Enzyklika „Ut unum sint“ die bereits erzielten Dialogergebnisse gewürdigt und sich für deren Umsetzung ausgesprochen. Auch bezeichnete der Papst die Verpflichtung der katholischen Kirche zur Ökumene als „unumkehrbar“.

Von der innerchristlichen Ökumene deutlich zu unterscheiden sind die Kontakte der katholischen Kirche zu den Weltreligionen. Doch bilden sie einen „wichtigen Teil der ökumenischen Zusammenarbeit“. Dies gilt vor allem für die Beziehungen der Christen zu den Juden.