Kirche+Leben Lexikon

Was ist die 72-Stunden-Aktion?

Kirche+Leben Lexikon

Die 72-Stunden-Aktion ist mittlerweile deutschlandweit bekannt: 2013 wurde die Aktion erstmals bundesweit durchgeführt. Das Konzept stammt aus dem Bistum Münster und wurde 1993 vom oldenburgischen KLJB-Landesvorstand entwickelt.

Einen Spielplatz beim Flüchtlingsheim anlegen, „Spiel ohne Grenzen“ fürs Dorf organisieren, den Grillplatz neben dem Pfarrheim gestalten – drei Beispiele für die zahllosen Projekte, die sich Jugendliche aus dem Bistum im Rahmen der 72-Stunden-Aktion vorgenommen hatten.

Man merkt ihnen ihr Alter nicht an. Dabei stammen sie aus dem Jahr 1993 – und können damit so etwas wie den Status einer Premiere beanspruchen. Denn, so heißt es in einer  Jubiläumsschrift der Katholischen Landjugendbewegung im Offizialatsbezirk: Am 20. Mai 1993 fiel der Startschuss zur allerersten 72-Stunden-Aktion in Deutschland. Erfunden, erdacht und durchgeführt im Oldenburger Land, von fast allen der damals 45 KLJB-Ortsgruppen.

Premiere 1993 mit 1000 Teilnehmern

„Die Landjugend müsste mal wieder etwas machen, woran sich alle beteiligen können, woran man Spaß hat.“ Mit diesen Gedanken habe sich der oldenburgische Landesvorstand damals schon länger beschäftigt. In kleiner Runde sei dann die Idee für die Aktion geboren worden. Probeläufe auf Dekanatsebene folgten, im Mai 1993 stellte die KLJB die erste Aktion für das Oldenburger Land auf die Beine. Und die übertraf am Ende alle Erwartungen. Die Organisatoren zählten rund 1.000 beteiligte Jugendliche. Allen Gruppen gelang es, ihre Aufgaben zu erfüllen. Presse und Radio berichteten intensiv.

Auf Bundesebene 2019 wieder

Die Idee schlug Wellen – und so wurde die Aktion von 1993 zu einer Art Blaupause für weitere regionale und eine bundesweite Aktion des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ). 2013 nahmen daran insgesamt rund 175.000 Kinder und Jugendliche teil. Die nächste Aktion auf Bundesebene ist für den 23. bis 26. Mai 2019 geplant.