Kirche+Leben Lexikon

Was ist die Bibel?

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Die Bibel ist die Heilige Schrift aller Christen. Sie gilt als Grundlage des Glaubens, Lehrens und Handelns. Das Wort leitet sich vom griechischen Wort „biblos“ ab und meint Papier, Schrift, Brief, Buch. „biblia“ bedeutet im Lateinischen „Bücher“. Die Bibel gilt im mehrfachen Wortsinn als Buch der Bücher: Zunächst als Sammelbegriff der von den Kirchen anerkannten, fachsprachlich kanonisierten Schriften. Dann als „norma normans“, also als Norm und Maßstab für alles Tun und Handeln. Und als das am häufigsten abgeschriebene, in rund 2.000 Sprachen übersetzte und bis heute am meisten gedruckte Buch.

Die Bibel setzt sich aus dem so genannten Alten und dem Neuen Testament zusammen. Die Juden erkennen nur die von den Christen Altes Testament genannten Texte als Bibel an. Die christlichen Kirchen stimmen nicht völlig über den Schriftenbestand des Alten Testaments überein. Das Neue Testament hat weit gehend in allen Kirchen den gleichen Textbestand. Die in Hebräisch und Griechisch verfassten Texte entstanden zwischen dem zehnten Jahrhundert vor und dem zweiten Jahrhundert nach Christus. Die heute übliche Gliederung in Kapitel und Verse erfolgte später.

Mit Erforschung und Auslegung der Heiligen Schrift befasst sich die Bibelwissenschaft, die Exegese. Im Jahr 2003 rief die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) ein „Jahr der Bibel“ aus. Ein solches Jahr gab es erstmals 1992.