Kirche+Leben Lexikon

Was ist eine Basilika?

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Der Begriff „Basilika“ stammt aus dem Griechischen und meint ursprünglich die Königshalle in Athen. In der römischen Architektur ist die „basilica“ ein mehrschiffiger, gedeckter Hallenraum in der Funktion der Markt- oder Gerichtshalle.

Dieser Bautypus diente in der frühen Christenheit als Vorbild der Kirche, wobei in der hinteren Nische (Apsis) des Langhauses an die Stelle des Kaiserbildes der Bischofssitz trat die „cathedra“. Davon leitet sich die Bezeichnung Kathedrale für die Bischofskirche ab.

Die Kunstgeschichte versteht unter einer Basilika eine mehrschiffige Kirche, deren „basilikal“ überhöhtes Mittelschiff die Seitenschiffe überragt und von dort ihr Licht bezieht. In Rom nennt man die Stadtkirchen des Papstes „Patriarchalbasiliken“ oder „basilicae maiores“; zu ihnen gehören die bekannten S. Maria Maggiore und S. Giovanni in Laterano.

Den Titel einer „basilica minor“ erhalten dagegen überall auf der Welt herausragende Wallfahrts- und Klosterkirchen, im Bistum Münster beispielsweise die Wallfahrtskirchen in Kevelaer, Xanten, Herzfeld und Bethen in Oldenburg.