Kirche+Leben Lexikon

Was ist Renovabis?

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Die Hilfsaktion Renovabis wurde im März 1993 von der Deutschen Bischofskonferenz als „Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa“ ins Leben gerufen. Renovabis soll „eine Antwort der deutschen Katholiken auf den gesellschaftlichen und religiösen Neuanfang in den Staaten des ehemaligen Ostblocks nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme“ sein, hieß es in den Gründungstexten.

Seither wurden mehr als 12.000 Projekte in 27 Staaten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa unterstützt. Für diese Hilfsprojekte spendeten die Katholiken in Deutschland fast 340 Millionen Euro. Mit dem Geld werden beispielsweise Kirchen und Gemeindezentren gebaut, Familien-, Frauen- und Jugendzentren ausgestattet, Heime für Waisen- und Straßenkinder gefördert sowie Priester, Ordensleute und Laien in der Seelsorge ausgebildet. Desweiteren fließen Spenden in kirchliche Schulprogramme, Lehrerfortbildung und werden zur Studienbeihilfe und in der journalistischen Nachwuchsförderung eingesetzt.

Der Jahresetat von Renovabis beträgt fast 30 Millionen Euro. Das Geld stammt aus der traditionellen Pfingstkollekte, aus Kirchensteuermitteln, Spenden, Nachlässen und Erbschaften sowie aus öffentlichen Mitteln. Neben der finanziellen Unterstützung fördert Renovabis die Partnerschaft und Verständigung zwischen West und Ost.

Der Name Renovabis geht zurück auf den Psalm: „Sendest Du Deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen, und Du erneuerst das Antlitz der Erde“ – „Emitte spiritum tuum, et creabuntur, et renovabis faciem terrae“ (Psalm 104, 30). Das gelbe Kreuz auf dem Logo soll den Dialog und die Partnerschaft zwischen Ost und West symbolisieren: So wie die leuchtenden Balken aufeinander zustreben und sich gemeinsam zum Kreuz ergänzen, so sollen die Völker in Europa zusammenwachsen.