Am 7. Mai ist Weltgebetstag um geistliche Berufungen

Was macht die Diözesanstelle Berufe der Kirche?

„Wir wollen das Thema Berufung aktuell und präsent halten“, fasst Pfarrer Martin Limberg, Leiter der Diözesanstelle Berufe der Kirche, deren Auftrag zusammen. So bietet die Einrichtung beispielsweise Infoveranstaltungen für Menschen an, die sich für die Berufe Priester, Pastoralreferent oder für ein Leben im Orden interessieren. „Dabei kooperieren wir mit den Pfarreien und weiteren Einrichtungen“, betont Limberg. Die Jugendgebetsabende mit Bischof Genn werden gemeinsam mit der Jugendkirche Effata organisiert.

Martin Limberg ist wichtig, dass Berufung im Bistum nicht „von da oben in Münster“ stattfindet: „Jede Pastoral ist auch Berufungs-Pastoral.“ So böten die Weihbischöfe Berufungskreise in ihren Regionen an, und auch einige Pfarreien hätten Gruppen für Menschen, die sich zur Arbeit in der Kirche berufen fühlen.

„Wir stehen noch gut da“

Die Diözesanstelle Berufe der Kirche im Internet:
www.berufe-der-kirche-muenster.de

Die Berufungspastoral sei dabei aber nicht als „Rekrutierungsbüro“ für neue Priester zu verstehen. „Uns geht es darum, den Menschen zu helfen, ihre Berufungen zu entdecken und sie zu fördern“, erklärt Limberg. In der heutigen Zeit sei es für junge Menschen allerdings schwierig, „den Ruf von Jesus“ zu hören, sagt er: „Es gibt viel Lautes, das diesen Ruf übertönt.“ Damit meint Limberg auch innerkirchliche Diskussionen, beispielsweise über den Pflichtzölibat für Priester. Dennoch sagt der Pfarrer: „Wir stehen noch gut da.“ Angesichts der schrumpfenden Zahl derer, die sich noch mit dem christlichen Glauben befassen, sei er mit der Anzahl derer, die sich berufen fühlen, zufrieden.

Am 7. Mai, dem Weltgebetstag um geistliche Berufungen, wird Bischof Felix Genn eine Initiative für den Priesterberuf eröffnen. Diese soll ein Jahr lang dauern und will junge Menschen einladen, über den Priesterberuf ins Gespräch zu kommen. „Nicht, um ihnen einen Glauben aufzudrücken, sondern um unseren Glauben durch ihre Ansichten zu bereichern – so wie es sich Papst Franziskus für die Jugendsynode 2018 wünscht“, erklärt Limberg.