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Schmuck und Brauchtum wegen Corona reduziert

Was macht die Telgter Wallfahrtsgilde ohne Telgter Wallfahrt?

Die für den 25. April geplante Eröffnung der Telgter Wallfahrt ist wegen Corona abgesagt. Die großen Pilgerzüge im Mai und Juni durch den Marienort sind gecancelt. Was macht da eigentlich die Telgter Wallfahrtsgilde?

Die für den 25. April geplante Eröffnung der Telgter Wallfahrt ist wegen Corona abgesagt. Die großen Pilgerzüge im Mai und Juni durch den Marienort sind gecancelt. Was macht da eigentlich die Telgter Wallfahrtsgilde?

Der Verein, dessen aktives Kernteam aus 35 Personen besteht, schmückt normalerweise während der Pilger-Saison die Straßen und Plätze. Zudem organisiert er ein eigenes Wallfahrts-Programm. „Doch diesmal ist vieles anders“, erklärt der Vorsitzende des Vereins, Henning Thoholte. So werden die beiden vier Meter hohen und mit frischem Grün ummantelten Wallfahrtsbögen in diesem Jahr wohl nicht aufgestellt.

Motivbild ja, Bögen nein

Bögen über der Kapellenstraße Traditionell werden Bögen über der Kapellenstraße errichtet. In diesem Jahr allerdings nicht. | Foto: Wallfahrtsgilde

„Voraussichtlich“, drückt sich Thoholte allerdings lieber vorsichtig aus. Die Bögen spannen sich traditionell über die Kapellenstraße und eröffnen den Blick auf die Gnadenkapelle. Die Vorbereitungen und der Aufbau seien mit viel Zeit verbunden, erklärt er. In der Corona-Krise wolle man jedoch den engen Kontakt untereinander vermeiden.

Eins lassen sich die Engagierten aber nicht nehmen: Jedes Jahr hängen sie während der Pilger-Saison ein großes, selbstgestaltetes Motivbild an die Gnadenkapelle. Das stattliche Werk ist in einen zwei Meter breiten und 1,5 Meter hohen Holzrahmen eingefasst und verkündet das diesjährige Wallfahrts-Motto: „Ich bin da, wo du bist.“ Die Gilde will es am 24. April installieren, sagt Thoholte. Den floralen Schmuck am Kirchplatz von St. Clemens will die Gilde ebenfalls aufrechterhalten. 30 Blumenampeln hängen die Ehrenamtlichen dort auf. Sie sorgen zudem dafür, dass die Petunien regelmäßig Wasser bekommen.

Gilde-Vorsitzender hofft auf die zweite Jahreshälfte

Doch auf den eindrucksvollen Wege-Schmuck mit 200 Fähnchen bei den großen Prozessionen müssen die Telgter und Pilger vorerst verzichten. „Normalerweise holen wir die jeweiligen Wallfahrtszüge an den Stadttoren ab“, beschreibt Thoholte die in diesem Jahr wegen Corona unterbrochene Tradition. „Drei Leute von uns gehen der Prozession mit einer großen Fahne voran.“ Da die Wege je nach Pilgergruppe unterschiedlich seien, stellten die Mitglieder die Fähnchen an den Straßen morgens auf und sammelten sie abends wieder ein. Thoholte rechnet frühestens in der zweiten Jahreshälfte damit, dass die Gilde wieder Pilger-Prozessionen begleitet.

2004 hat sich die Telgter Wallfahrtsgilde zur Pflege und Förderung der Telgter Wallfahrt gegründet. Dem Verein gehören rund 210 Mitglieder an.

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