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Unser Alltag wird allzu oft von Krisen bestimmt. Dennoch gibt es sie, die positiven Momente. Ihnen widmen wir diese ganz persönliche Serie.
Unser Familienalltag läuft normalerweise wie eine gut geölte Maschine: Mit Kind, Hund, Haushalt und zwei berufstätigen Eltern müssen alle Zahnräder reibungslos ineinandergreifen. Eine Teamleistung, die mein Mann und ich gemeinsam stemmen. Mit dem Umschlagen des Kalenderblatts auf Oktober kam nun in Form des ersten fiesen Wintervirus gehörig Sand ins Getriebe der Familienmaschine.
Teamplayer Nummer 1 (ich) war mit Fieber und Erkältung ins Abseits gestellt. Teamplayer Nummer 2 (mein Mann) versorgte jetzt nicht nur seine kranke Ehefrau, sondern musste auch den Rest des Alltags alleine stemmen. Kind versorgen, Hunderunden drehen, Wäsche anstellen, dazwischen arbeiten, einkaufen, kochen und mit dem störrischen Nachwuchs einen Ausflug machen. Ein Kraftakt, den mein Mann mit übermenschlicher Geduld meisterte. Hin und wieder gab es noch mahnende Worte an die Ehefrau: „Und du ruhst dich schön aus!“
Zwischen Schniefnase und Alltagsstress fiel eine Sache dann beinahe unter den Tisch: unser vierter Hochzeitstag. Nachdem das Kind im Bett und der Hund versorgt war, setzten der Mann und ich uns abends zusammen auf die Couch. An welchen Moment unserer Hochzeit er sich besonders gerne erinnere, fragte ich den Mann an meiner Seite. „Na der Moment, als du ‚Ja‘ gesagt hast“, sagte er mit einem Lächeln. Und ich weiß: Ich würde es immer wieder tun.