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Was mein Leben hell macht: Eine süße Zugfahrt

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Unser Alltag wird allzu oft von Krisen bestimmt. Dennoch gibt es sie, die positiven Momente. Heute: eine süße Zugfahrt.

Das Szenario: ICE-Fahrt von München bis Münster, planmäßige Fahrtzeit sechseinhalb Stunden, Ankunft in Münster 0 Uhr. Ich: erschöpft, aber zufrieden von den letzten sechs Wochen Praktikum, die ich bei der „Süddeutschen Zeitung“ machen durfte.

Leider habe ich es während dieser Zeit nicht geschafft, einen Freund in Stuttgart zu besuchen. Nun bin ich schon wieder auf dem Heimweg nach Münster und werde dabei durch die Stadt am Neckar fahren. Mein Kumpel und ich texten hin und her: „Wie lange ist dein Halt in Stuttgart?“ „Sieben Minuten.“ „Kein Problem – besser als nichts!“ Ich freue mich, dass er für die kurze Zeit extra den Weg zum Bahnhof auf sich nimmt.

Dann: leichte Verspätung, der Aufenthalt in Stuttgart verringert sich. Ich schreibe meinem Kumpel: „Schau, ob es sich für dich überhaupt noch lohnt.“ Alle, die schon mal am Stuttgarter Hauptbahnhof waren, wissen, auf welche Weltreise man sich durch das Bahnhofsgelände begibt.

Doch während wir in den Bahnhof einfahren, sehe ich jemanden das Gleis entlangrennen – in der Hand eine Pappbox. Außer Atem übergibt mir mein Kumpel die Schachtel mit einem kleinen Kuchen darin. Viel mehr Zeit als für ein paar Dankesworte und eine Umarmung bleibt nicht. Dann schließen sich die Türen und ich setze meine Reise fort.

Was für eine nette Geste! Und was für ein leckerer Kuchen! Mit deutlich gehobener Laune geht es weiter gen Norden. Die wird später wieder getrübt, weil wir notgedrungen ein paar alkoholisierte Fußballfans aufnehmen müssen, die das Bordbistro lahmlegen und die Ankunft noch einmal deutlich verzögern. Der Kuchen verhindert allerdings den größten Hunger. Wie gut, dass ich Freunde habe, die so für mich sorgen.

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