„USA werden durch Uneinigkeit zur Gefahr für den Weltfrieden“

Weibischof Theising kritisiert US-Präsident Trump

Scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump hat Weihbischof Wilfried Theising geübt. Trump habe in seinem ersten Amtsjahr das Land eher gespalten und Unfrieden geschaffen, sagte der Bischöfliche Offizial für den niedersächsischen Teil des Bistums Münster am 2. November in der Katholischen Akademie Cloppenburg-Stapelfeld. Er sprach bei einer regionalen Auftaktveranstaltung zum Katholikentag 2018 in Münster, der unter dem Leitwort steht „Suche Frieden“.

Das Verhalten des amerikanischen Präsidenten und die Uneinigkeit in den USA hätten Auswirkungen auf den Weltfrieden, betonte Theising. Früher sei „dieses große Land“ ein Garant des Weltfriedens gewesen, „heute hat man eher den Eindruck, sie zündeln in ihrer Politik und werden so zu einer Gefahr für den Frieden“.

„Wir Deutschen wissen den Frieden zu schätzen“

Für Christen sei der Frieden ein wichtiges Thema, sagte Theising weiter. Das gelte besonders in Deutschland. „Wir Deutschen wissen den Frieden zu schätzen und sind den USA dankbar, dass sie diesen Frieden nach dem Zweiten Weltkrieg möglich machten.“ Christen hätten eine besondere Verantwortung für den Frieden und deshalb den Auftrag, sich in der Gesellschaft dafür einzusetzen.

Weihbischof Theising sprach in Stapelfeld vor etwa 150 Gästen. Das Gespräch unter dem Motto „Alles Frieden – oder was?“ moderierten der Chefredakteur von „Kirche+Leben“, Christof Haverkamp, und der Öffentlichkeitsreferent des Landescaritasverbandes, Dietmar Kattinger. Der Deutsche Katholikentag ist vom 9. bis 13. Mai 2018 in Münster geplant.