St.-Laurentius-Kirche nach Renovierung wieder eröffnet

Weihbischof Geerlings weiht neuen Altar in Senden

Elf Monate haben die Gläubigen der Pfarrei St. Laurentius in Senden auf ihre Kirche verzichten müssen. Dafür erstrahlt sie nun in neuem Glanz. In einem festlichen Gottesdienst am ersten Adventssonntag weihte der emeritierte Regionalbischof Dieter Geerlings den neuen Altar und feierte mit der Gemeinde die Wiedereröffnung ihrer Kirche.

Bei der Weihe durch Weihbischof em. Dieter Geerlings wird auch Feuer auf dem neuen Altar entzündet.Beeindruckender Ritus. Bei der Weihe durch Weihbischof em. Dieter Geerlings wird auch Feuer auf dem neuen Altar entzündet. | Foto: Michaela Kiepe (pbm)

In seiner Predigt nahm Geerlings das Warten als existenzielles Thema des Advents in den Blick. „Es wird alle Jahre wieder Zeit, sich die eigene Lebenszeit als Wartezeit, als Zeit der Aufmerksamkeit bewusst zu machen. Wir warten auf das Gute und dass es langsam doch wachse“, sagte er. Der Glaube an den einen Gott trage die Hoffnung in sich, dass jederzeit unter den Menschen ein neuer Anfang möglich sei.

Dafür stehe der Altar, „Symbol für den, der ist, der war und der kommen wird und mit dem wir alles verbinden“. Er sei er mehr als ein Gebrauchsgegenstand für die Feier der heiligen Eucharistie. Er sei ein Zeichen dafür, „dass Jesus uns seine Gegenwart im Leben schenkt, dass wir hier schon eine Ahnung davon haben, wie das denn ist, wenn alles gut ist“. Der Altar lade dazu ein, sich wie Jesus Christus an andere zu verschenken.

Dank für evangelische Gastfreundschaft

Im Anschluss an die Predigt besprengte Geerlings zunächst den Altar mit Weihwasser und salbte ihn anschließend mit Chrisam. Auf die fünf Kreuze, die an die Wundmale Christi, sein Leiden und seine Auferstehung erinnern, stellte er Schalen mit Weihrauch, die er unter anderem gemeinsam mit Pfarrer Klemens Schneider mit dem Licht der Osterkerze entzündete. Im Anschluss an die Altarweihe feierte der Weihbischof mit der Gemeinde die Eucharistie.

Am Ende des Gottesdienstes dankte Schneider allen Menschen, die den Umbau mitgetragen haben. Einen besonderen Dank sprach er der evangelischen Gemeinde in Senden aus. „Nach elf Monaten gebe ich Ihnen den Schlüssel für Ihr Gemeindehaus zurück, in dem wir unsere Vorabendgottesdienste feiern konnten. Vielen Dank für die Gastfreundschaft und Großherzigkeit“, sagte Schneider. Er habe den Eindruck, dass diese Unterstützung die Ökumene in Senden noch weiter vorangetrieben habe.

Der Gottesdienst wurde musikalisch von fünf Chören, dem evangelischen Posaunenchor Senden sowie zahlreichen weiteren Musikern gestaltet.