POLITIK

Mainzer Weihbischof Pottackal besorgt über Wahlerfolge der Extremisten

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Der Ordensmann mit indischen Wurzeln ist seit März 2026 im Amt. Wie er die gesellschaftlichen Verschiebungen wahrnimmt.

Von KNA

Der Mainzer Weihbischof Joshy Pottackal sieht das Erstarken politischer Extreme in Deutschland mit Sorge. Die katholische Kirche müsse und werde die unbedingte Achtung der Menschenwürde verteidigen, sagte er der Katholischen Nachrichten-Agentur. „Da darf es keine Einschränkungen geben. Ich mache mir große Sorgen, wenn das nicht mehr gelten sollte, wenn Menschen anderer Herkunft oder Religion ausgegrenzt werden.“

Mit Blick auf die neuen Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) zeigte sich der 49-Jährige aufgeschlossen. Er selbst nutze KI-gestützte Anwendungen jeden Tag – vom Navi bis zur Textkorrektur. Seine Predigttexte formuliere er aber weiterhin ohne Algorithmen-Unterstützung.

Sicherheit und Denkpausen

Pottackal warnte davor, KI-Modelle immer schneller weiterzuentwickeln, ohne über Sicherheitsgarantien und die gesellschaftlichen Folgen nachzudenken. „Sicherheit ist ein berechtigtes Anliegen, da sollten andere Länder vielleicht sogar auch stärker auf Deutschland schauen. Denn bei der KI-Revolution können wir nicht einfach sagen, es ist uns alles egal.“ Die Gefahr einer Herrschaftsübernahme durch KI sieht der Weihbischof allerdings derzeit nicht.

Pottackal schlug Denkpausen in der KI-Entwicklung vor. Auch müsse sichergestellt sein, „dass immer der Mensch und nicht das Macht- und Geschäftsinteresse der Techkonzerne im Mittelpunkt steht. Ich habe aber die Sorge, dass solche Regeln und Garantien der technischen Entwicklung hinterherhinken“.

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