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Weltkirche-Beauftragter befürchtet bei Krieg unzählige Tote

Weihbischof Zekorn blickt mit Sorge auf Ukraine-Russland-Konflikt

  • Den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland beobachtet der Münsteraner Weihbischof Stefan Zekorn mit großer Sorge.
  • Ein Krieg würde unzählige Tote bedeuten, erklärt der Beauftragte für Weltkirche.
  • Die ukrainische Gemeinde lädt am 20. Februar in Münster zum Friedensgebet ein.
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Mit großer Sorge blickt Weihbischof Stefan Zekorn, Beauftragter für die Weltkirche im Bistum Münster, auf den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. „Ein Krieg würde unzählige Tote bedeuten und die Okkupation durch Russland wäre in jeder Hinsicht eine Katastrophe für die liebenswerten Menschen in der Ukraine, die ihre Freiheit und Selbstbestimmung so hart erkämpft haben“, erklärt Zekorn in einer Mitteilung der Bischöflichen Pressestelle.

Der Münsteraner Weihbischof greift die Antrittsrede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 13. Februar auf. „Wir müssen Russland als eindeutigen und einzigen Aggressor in dieser Situation benennen“, forderte er. Dazu könne es notwendig werden, dass die Zivilgesellschaft ihre Bereitschaft erklärt, die Nachteile zu tragen, die Sanktionen gegen Russland bedeuten. Er bitte, sagte der Weihbischof, alle Christinnen und Christen, gemeinsam mit ihm für den Frieden in der Ukraine zu beten.

Brief aus Kiew erreicht Bistum Münster

Bei der Frage nach Waffenlieferungen seien viele politische Aspekte zu berücksichtigen. Die Bundesregierung beachte mit Recht, dass Deutsche im Zweiten Weltkrieg sowohl den Menschen im heutigen Russland als auch in der Ukraine unendliches Leid zugefügt haben. „Vor allem kommt es jetzt darauf an, wirksame ökonomische Abschreckung zu organisieren und Moskau gegenüber glaubwürdig zu kommunizieren“, verdeutlichte Zekorn.

In den vergangenen Tagen habe ihn ein Brief des Erzpriesters Ivan Sokhan aus Kiew erreicht, mit dem das Bistum Münster seit vielen Jahren in gutem Kontakt steht. Sokhan beschreibt darin die Situation in seiner Heimat und ruft zur Solidarität mit der Ukraine auf: „Euer Gebet, eure laute Stimme der Wahrheit angesichts vielfältiger Propaganda, euer konkretes Handeln in allen möglichen Bereichen, sei es sozial-caritative, politische oder militärische Hilfe zu unserer Selbstverteidigung, sind uns ausgesprochen wichtig.“

Ukrainische Gemeinde lädt zum Friedensgebet ein

Weihbischof Stefan Zekorn
Weihbischof Stefan Zekorn blickt mit Sorge auf den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland. | Foto: pbm

Der ukrainische Priester hat unter anderem im Bistum Trier studiert und bedankt sich in seinem Brief für die langjährige Solidarität vieler Vertreter von Pfarreien, Bistümern und Hilfswerken, der Malteser und der Caritas. „Dieses friedliche und freundliche Miteinander der mehr als 30-jährigen deutsch-ukrainischen Partnerschaft hat eine ganz neue Generation geprägt. Es gibt uns Hoffnung auf ein friedliches, freies und gerechtes gemeinsames Dasein“, schreibt Sokhan.

Zekorn gibt die Hoffnung auf einen friedlichen Ausgang des Konfliktes nicht auf: „Über Friedensabkommen und Rüstungskontrolle müsste eigentlich eine diplomatische Lösung zu erzielen sein.“ Er ruft zu Spenden an Caritas International oder das katholische Osteuropahilfswerk Renovabis für die Menschen in der Ukraine auf. Letzteres lädt dazu ein, die Münchener Sicherheitskonferenz vom 18. bis 20. Februar mit einem Gebet für Frieden zu begleiten. In Münster versammelt sich die ukrainische Gemeinde am Sonntag, 20. Februar, um 15 Uhr in der Kapuzinerkirche zum ökumenischen Friedensgebet.

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