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Ordensallianz vertritt 700 Klöster und verteilt Hilfsgelder

Weltweites Treffen benediktinischer Klöster in Dinklage

  • Vertreter von 700 Klöstern waren in Kloster Burg Dinklage zu Gast.
  • Sie sprachen für Benediktiner, Zisterzienser und Trappisten.
  • Die Corona-Pandemie hat einige Klöster schwer getroffen.
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„Das Ganze war Weltkirche in ihrer schönsten Ausprägung.“ So bewertet Schwester Franziska Lukas, Äbtissin der Benediktinerinnen in Dinklage, dieses Treffen in ihrer Abtei. Sechzehn Ordensleute aus aller Welt waren Ende Oktober nach Dinklage gekommen, Vertreter von Männer- und Frauenklöstern der Benediktiner, Trappisten und Zisterzienser. Weitere fünf waren zeitweise über Video zugeschaltet. Alle gehören zur AIM – „Alliance InterMonasteres“ -, einer Organisation für die Zusammenarbeit benediktinischer Orden weltweit. 700 Klöster arbeiten dort mit.

Gegründet wurde die Organisation 1966 vor allem, um ärmere Klöster zu unterstützen, wie Bruder Jeremias Schröder, Abtpräses der Benediktiner von St. Ottilien, berichtet. Bei der Tagung in Dinklage seien deshalb auch Zuschüsse von etwa 500.000 Euro verteilt worden. Zum Beispiel für den Kauf von Vieh an ein Kloster auf Kuba mit landwirtschaftlichem Betrieb oder für den Bau einer Mauer an ein Kloster im Tschad mit extrem schlechter Sicherheitslage.

 

Corona mit harten Folgen für Klöster

 

In Kloster Burg Dinklage waren Vertreter von 700 Klöstern der drei benediktinischen Orden zu ihrer Jahrestagung zusammengekommen. | Foto: Benediktinerinnen Dinklage
Im Kloster Burg Dinklage waren Vertreter von 700 Klöstern der drei benediktinischen Orden zu ihrer Jahrestagung zusammengekommen. | Foto: Benediktinerinnen Dinklage

Die Ordensleute beschäftigten sich aber auch intensiv mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Klöster. Neben Erkrankungen und Todesfällen habe die Pandemie Klöster, die vor allem vom Gästebetrieb lebten, wirtschaftlich getroffen, so auch die Abtei in Dinklage.

Besonders harte Folgen habe die Pandemie aber in ärmeren Ländern gehabt, etwa auf den Philippinen. Ein benediktinisches Frauenkloster dort habe Menschen in seinem Umfeld besonders intensiv unterstützt, bis hin zu eigener Not. „Die Menschen dort in der Umgebung haben schlicht nichts zu essen“, berichtet Abt Jeremias. „Die Ernährung war zusammengebrochen.“ Angesichts einer Wirtschaftskrise als Folge der Pandemie.

 

Neues Klosternetzwerk

 

Die Gastgeberin Schwester Franziska Lukas berichtete auf der Tagung zudem vom Beschluss benediktinischer Frauenklöster, sich besser zu vernetzen. Seit 20 Jahren sind diese Klöster weltweit in einer Organisation verbunden. Nun haben sich die Schwestern in Dinklage mit zehn weiteren Frauenklöstern aus sieben europäischen Ländern zu einer europäischen Benediktinerinnen-Kongregation zusammengeschlossen, um besser zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen.

Bei der Tagung in Dinklage waren die Spitzen aller Orden mit benediktinischen Wurzeln vertreten. Teilgenommen haben zum Beispiel der Abtprimas der Benediktiner, Bruder Gregory Polan aus Rom, und der Generalabt der Zisterzienser, Bruder Mauro-Guiseppe Lepori aus Freiburg (Schweiz), der Generalabt der Trappisten, Bruder Eamon Fitzgerald aus Rom, sowie Schwester Lynn Mc Kenzie aus Alabama in den USA, Moderatorin der Organisation aller benediktinischen Frauenklöster.

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