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„Einige Engagierte saßen in beiden Gremien“

Weniger Sitzungen in Kreisdekanaten – je zwei Gremien fusionieren

  • Viele Gremien, weniger Ehrenamtliche: Im Bistum Münster gehen die Kreisdekanatsversammlungen und Kreiskomitees der Katholiken zusammen.
  • Das fusionierte Gremium heißt Kreisdekanatskonferenz.
  • Zustimmung gibt es bereits in fast allen Kreisdekanaten.
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Gemeinde am Kirchort, darüber Pfarrei, Kreisdekanat, Bistum – viele Ebenen, viele Gremien, viele Sitzungen, aber kaum noch Ehrenamtliche. Darum können – und werden – in den Kreisdekanaten im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums Münster je zwei Gremien künftig zusammengehen: Die Kreisdekanatsversammlungen und die Kreiskomitees der Katholiken schließen sich zu Kreisdekanatskonferenzen zusammen.

„Der Zusammenschluss war zum Beispiel bei uns schon lange gelebte Praxis“, sagt Matthias Schlettert, Geschäftsführer des Kreisdekanatsbüros Borken, zu „Kirche-und-Leben.de“. Beiden Gremien hätten zum Teil bereits dieselben Menschen angehört, die ihre jeweilige Pfarrei vertreten.

Die bisherigen Gremien

Strukturell überrascht der Schritt dennoch: Die bisherige Kreisdekanatsversammlung war Teil der „verfassten“ Kirche; ihr gehörten unter anderem der Kreisdechant, die Dechanten, der Regionalbischof, Vertreter der Pfarreiräte, die Delegierten für Diözesanrat und Kirchensteuerrat sowie Vertreter des Kreiskomitees der Katholiken an.

Dies wiederum ist der Zusammenschluss der organisierten Laien im Kreis, also der Pfarreiräte und Verbände. Auf Bistumsebene ist das Kreiskomitee dem Diözesankomitee der Katholiken zugeordnet.

„Kein Gegeneinander“ auf der Kreisebene

Zumindest denkbar wäre, dass das Kreiskomitee eine Stellungnahme abgibt, der die Kreisdekanatsversammlung nicht zugestimmt hätte – etwa, weil sie die „verfasste“ Kirche kritisiert. „Dieses Gegeneinander ist in den Kreisdekanaten nach meiner Erfahrung aber nicht ausgeprägt“, sagt Schlettert.

Deshalb hat eine Arbeitsgruppe mithilfe von Experten aus dem Generalvikariat eine Satzung erarbeitet für eine neue Kreisdekanatskonferenz, in der beide bisherigen Gremien aufgehen. „Wir schaffen diese Möglichkeit, sie ist kein Zwang“, so Martin Schroer, Referent für Pastoralentwicklung im Generalvikariat, zu „Kirche-und-Leben.de“. „Die Kreisdekanate entscheiden eigenständig.“

Zustimmung in Kreisdekanaten

Einig scheinen sie dennoch: In den Kreisdekanaten Borken, Coesfeld, Kleve, Recklinghausen, Steinfurt und Warendorf haben jeweils beide Gremien dem Zusammenschluss zugestimmt. In Münster hat die Stadtdekanatsversammlung bereits Ja gesagt, der Beschluss des Stadtkomitees der Katholiken steht noch aus.

Im Kreisdekanat Wesel fehlt der letzte Beschluss; dort kommen Kreisdekanatsversammlung und Kreiskomitee im Frühjahr zu einer gemeinsamen Vollversammlung zusammen. Stimmen auch sie für das neue Statut, konstituiert sich das neue Gremium gleich im Anschluss.

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