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KFD Saerbeck findet Zuspruch mit neuen Liturgie-Formen

Der Ton macht das Gebet: Frauen töpfern im Gottesdienst

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Mehr Kreativität bei Gottesdienstformen - das wünschen sich viele. In Saerbeck haben sich Frauen etwas einfallen lassen: Die Katholische Frauengemeinschaft (KFD) feierte einen meditativen "Töpfer-Gottesdienst" - für viele Teilnehmerinnen eine neue und bereichernde Erfahrung, wie Brigitte Kockmann im Interview mit Kirche-und-Leben.de berichtet.

Wie sind Sie auf die Idee mit dem „Töpfer-Gottesdienst“ gekommen?

Bereits seit etwa drei Jahren entwickeln und feiern wir in unserer KFD-Gruppe etwas andere Gottesdienste. Wir haben zum Beispiel einen „Unterwegs-Gottesdienst“ entlang des Friedensweges hier in Saerbeck gefeiert. Mit unserem Angebot „Die Seele sprechen lassen - Gottesdienst mit meditativem Töpfern“ wollten wir einen Neustart nach Corona setzten.

Wie haben Sie diesen Gottesdienst gestaltet?

Im „Töpfer-Gottesdienst“ der KFD Saerbeck entstanden die unterschiedlichsten Werke, von Schüsseln, Herbstblättern oder Symbolen, die die Gefühlssituation der Teilnehmerinnen widerspiegeln. | Foto: Alfred Riese
Im „Töpfer-Gottesdienst“ der KFD Saerbeck entstanden die unterschiedlichsten Werke, von Schüsseln, Herbstblättern oder Symbolen, die die Gefühlssituation der Teilnehmerinnen widerspiegeln. | Foto: Alfred Riese

Von der Idee hatten wir in unserer Mitgliedszeitschrift „Die Mitarbeiterin“ gelesen. Darin werden Ideen und Anleitungen zu Gottesdiensten, auch zu bestimmten Themen gegeben. Warum sollen wir das Rad immer neu erfinden? Wir haben also die Eingangsimpulse zum Thema „Herbst“ übernommen:  der Herbst als Zeit der Dankbarkeit, aber auch als Zeit für mich persönlich. Darüber haben wir am Taufbecken nachgedacht.

Jede Teilnehmerin hat dann ein Herbstblatt mit einer Kerze erhalten, anschließend haben wir uns um den Altar versammelt. Dort bekam jede einen Klumpen Ton in die Hand mit dem Impuls, jetzt doch mal die Hände laufen zu lassen. Es sind die unterschiedlichsten Werke entstanden, von Schüsseln, oder Blättern oder Symbolen, die eben die Gefühlssituation widerspiegeln. Da konnten die Teilnehmerinnen ganz viel loslassen. Die Fürbitten wurden dann eher als Dankgebete der Frauen formuliert. Zum Abschluss haben wir gemeinsam das Vaterunser gebetet.

Waren denn auch Männer dabei?

Sonst sind bei unseren „Frauen-Gottesdiensten“ auch mal Männer dabei, diesmal nicht. Dafür aber viele Frauen, wir waren 30 Personen! Darunter einige, die noch nie einen Gottesdienst mitgefeiert haben und uns dann mitgeteilt haben: „In einem solchen Gottesdienst finde ich mich wieder. Ich habe ich mich angesprochen gefühlt.“ 

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