Anzeige
Komm in den Login KLup
___STEADY_PAYWALL___

Pfarrer Péter Simon wirbt für Besuch genau dieses Ortes

Wer kennt den ältesten Wallfahrtsort Ungarns?

Anzeige

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Doch der nächste Urlaub kommt bestimmt. Pfarrer Péter Simon ist im Bistum Münster Seelsorger für Gläubige der ungarischen Sprache und gibt einen „Geheimtipp“ für Ungarn-Interessierte und solche, die es werden wollen.

Bodajk (auf Deutsch Wudeck) ist eine kleine seit der Steinzeit bewohnte Stadt, die etwa 70 Kilometer südwestlich von Budapest liegt, im Móri-Graben, am nordöstlichen Fuß des Gebirges Bakony gegenüber dem Gebirge von Vértes. Die Stadt ist der älteste Wallfahrtsort Ungarn.

Schon um das Jahr 1000 stand eine kleine Kapelle in der Epoche vom ersten ungarischen König, dem heiligem Stephan, der dort mit seinem Sohn, dem Heiligen Emmerich nach der Tradition ruhte und betete.

Kapuziner beleben Gnadenort wieder

Pfarrer Péter Simon
Pfarrer Péter Simon gibt einen Ausflugstipp für sein Heimatland Ungarn. | Foto: privat

Nach der Herrschaft der Türken belebten die in Mór einsiedelnden Kapuziner den Gnadenort wieder. Über den Ruinen der alten Kapelle wurde die barocke Wallfahrtskirche zwischen 1728 und 1742 gebaut, wo die sich in den herumliegenden Dörfern angesiedelten Donauschwaben, die deutschsprachige Siedler in der neuen Heimat Herzensruhe fanden.

Der Innenraum der Kirche ist mit Gemälden und Statuen reich verziert. Das Gnadenbild der Jungfrau Maria, das die Kopie des Bildes der Hilfreichen Jungfrau Marie von Passau ist, hat hier über Jahrhunderte viele Wunder geschenkt.

Wunderbarer Ausblick

Bodajk in Ungarn
Bodajk (rote Markierung) liegt zwischen Balaton und Budapest. | Screenshot: Google Maps

Für die sich in Geist und Körper entspannen wollenden Menschen stehen ein Pilgerhaus und der Pilgerhof mit einer alten Kaltwasserquelle zur Verfügung. Besuchbar ist auch ein Teil des alten Kapuzinerklosters, das heute Pfarrhaus und Museum ist.

Der Kalvarienberg und der dahin hinaufführende Kreuzweg rufen alle auf, den Geist zu erheben und bietet einen guten und schönen Ausblick auf die Umgebung.

Aktive Gemeinde im Wallfahrtsort

In der Ferne sind die von den türkischen Zeiten zeugenden Ruinen der Burg Csókakő gegenüber am Rande des Gebirge Vértes zu sehen, nach Norden ist die Stadt Mór, die ihre Weinberge präsentiert und die köstlichen Weine bietet. In Richtung Süden liegt Stuhlweißenburg, die alte Krönungsstadt, die mit den vielen Kirchtürmen und der schönen Innenstadt für sich selbst spricht.

Heutzutage lebt eine aktive begeisterte Kirchengemeinde im Wallfahrtsort, die die Pilger und alle Besucher herzlich erwartet. Weitere Informationen – auf Ungarisch: http://www.bodajkikegyhely.hu.

Drucken
Anzeige