Kollekte im Bistum Münster an diesem Wochenende

Wie die Spenden zum Afrika-Sonntag helfen

Am 14. und 15. Januar werden in den Sonntagsgottesdiensten im Bistum Münster Spenden für Afrika gesammelt. Das Werk Missio erhält die Kollekte. Fragen und Antworten zum Afrika-Sonntag.

Wofür wird beim Afrika-Sonntag gespendet?

Die Kollekte unterstützt die Ausbildung von Priestern und Ordensleuten für die afrikanischen Diözesen, die dies nicht allein leisten können.

Spendenkonto
IBAN DE23 3706 0193 0000 1221 22 bei der Pax-Bank Köln, BIC: GENODED1PAX

Was hat Missio mit dem Afrikatag zu tun?

Das internationale katholische Missionswerk Missio fördert mit den Spendengeldern, die es an diesem Tag erhält, Projekte und Programme, die Menschen von moderner Form der Sklaverei, der Unterdrückung und Abhängigkeit befreien.

Warum wird nicht direkt Entwicklungshilfe gefördert?

Das gehört nicht zum direkten Auftrag von Missio. Mit dem Schwerpunkt kirchlicher Ausbildung und dem besonderen Blick auf Menschen, die im kirchlichen Rahmen tätig sind, hat das Hilfswerk einen anderen Ansatz. Die Ausbildung von Priestern versteht das Werk als ganzheitliche Förderung, damit die Kirche in Afrika Kern einer neuen Gesellschaft werden kann, die in Gerechtigkeit und Frieden lebt.

Wie bekämpfen Missio-Projekte in Afrika mögliche Ursachen und Anlässe für Fluchtbewegungen?

Logo Missio
Logo des Hilfswerks Missio. | Foto: Missio

Menschen fliehen nach Europa, wenn staatliche Strukturen versagen. Darunter leiden die Bildungs-, Gesundheits- und Sozialsysteme. Kriminalität, Terrorismus und Korruption verschlimmern die Lage. Die Ortskirche übernimmt in Afrika vielfach die Funktion des versagenden Staates.

Was bewirkt eine gute Ausbildung des kirchlichen Personals?

Sozialpastorale Projekte mit kirchlichen Mitarbeitern bieten Gesundheits- und Katastrophenhilfe. Zugleich wird in ethischen und religiösen Konflikten vermittelt. Der Kampf gegen Gewalt und soziale Ungerechtigkeit bekämpft Fluchtursachen vor Ort.

Warum steht die Priester-Ausbildung im Zentrum der Anstrengungen von Missio?

Die Ausbildung des seelsorglichen Personals versteht Missio als ganzheitliche christliche Förderung und Partnerschaft. Zudem sieht das Werk in guter pastoraler Arbeit ein gesellschaftspolitisches Zeichen für das Gemeinwohl der Menschen. Die Kirche stelle sich persönlich an die Seite der Opfer.

Wieviel Geld wurde im vergangenen Jahr gespendet?

2016 flossen mehr als 18 Millionen Euro Spendenmittel aus weltweiten Projekten in die Ausbildung kirchlichen Personals in Afrika. Damit wurde mehr als 55 000 Priestern eine Ausbildung ermöglicht.

Warum steht Ruanda im Mittelpunkt des Afrikatags 2017?

Dort hat sich 1994 ein Völkermord ereignet: Hutu töteten hunderttausende Tutsi. Heute fördert die Kirche den Heilungsprozess zwischen den verfeindeten Ethnien und versucht, Opfer und Täter an einen Tisch zu bringen, damit ein Zusammenleben wieder möglich wird. Dies ist ein Beispiel sozialpastoraler Kirchenarbeit.