Noch bis 28. Februar Vorschläge für Veranstaltungen möglich

Wie man ins Katholikentags-Programm in Münster kommt

Beim Katholikentag 2018 in Münster wird es voraussichtlich doch wieder rund 1.000 Veranstaltungen geben. Das wären ungefähr so viele wie bei vorangehenden Treffen – mit einem Unterschied: Es sind deutlich weniger Diskussions-Podien geplant.

Das ist eine Konsequenz früherer Katholikentage, bei denen viele ähnliche Diskussionen gleichzeitig stattfanden – und deshalb oft vor halb leeren Zuschauerreihen. Die Gesamtzahl der Veranstaltungen zu reduzieren, ist aber wohl keine Option. „Wir glauben ja, dass Münster ein guter Standort in einer katholisch geprägten Region ist, der viele Besucher anzieht“, sagt Andreas Kratel, Bereichsleiter Programm beim Katholikentag 2018. „Deshalb können wir für mehr Besucher ja nicht weniger Programm anbieten.“

Für Kulturveranstaltungen längere Frist

Für dieses Programm sind auch noch Vorschläge möglich: Bis zum 28. Februar können Institutionen mit einem Formular auf der Internetseite des Katholikentags Ideen für eine Diskussion, einen Workshop oder einen Gottesdienst einreichen.

Veranstaltung vorschlagen
Institutionen können ihre Ideen hier einreichen.

Für Kulturveranstaltungen gilt eine längere Frist – die dortige Jury tagt erst nach dem 15. Juni. Auch für die „Kirchenmeile“ können sich katholische Organisationen noch bis Mitte Juni bei den Arbeitskreisen bewerben, in denen das Programm entsteht.

In diesen Gremien treffen sich Ehrenamtliche, die jeweils etwa zur Hälfte das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) als Katholikentags-Veranstalter und das Gastgeber-Bistum Münster entsendet. Die Arbeitskreise haben in den vergangenen Wochen zum ersten Mal getagt und selbst Ideen gesammelt. In den zweiten Sitzungen – nach dem 28. Februar – kommen nun die Vorschläge von außen dazu.

Einige Themen bereits absehbar

„Wir wollen vermeiden, dass sich Angebote zu ähnlich sind“, sagt Maria Kröger. Die Fachbereichsleiterin in der Bistumsakademie Franz-Hitze-Haus in Münster arbeitet ehrenamtlich im Arbeitskreis „Kirche, Theologie und Religion“ mit. Die Arbeitskreise stellen eine Auswahl von Veranstaltungen zusammen und sprechen danach die Vorschlaggeber von außen an. „Die Institutionen sollen sich ja nicht schon die ganze Arbeit machen, bevor sie unsere Zustimmung haben“, begründet Programmchef Kratel.

Maria Kröger und Andreas Kratel helfen mit, damit zum Katholikentags-Motto „Suche Frieden“ auch ein Programm entsteht.
Maria Kröger und Andreas Kratel helfen mit, damit zum Katholikentags-Motto „Suche Frieden“ auch ein Programm entsteht. | Foto: Jens Joest

Auch wenn konkrete Veranstaltungen noch nicht feststehen – einige Themen unter dem Katholikentags-Motto „Suche Frieden“ sind absehbar. „Natürlich kommen wir im Bereich Politik an Themen wie dem gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt, an der Flüchtlingsfrage oder an Problemen wie ›Fake News‹ nicht vorbei“, beschreibt Kratel. Im Bereich „Kirche, Theologie und Religion“ nennt Maria Kröger Themen wie Gerechtigkeit, das Friedenpotenzial der Religionen oder den Blick auf Versöhnungsprozesse nach Kriegen und Konflikten.

Im Herbst entscheidet die Katholikentagsleitung

Bis zum Sommer müssen Form und Mitwirkende der Veranstaltungen benannt werden. Im Herbst entscheidet dann die Katholikentagsleitung mit Vertretern von ZdK und Bistum Münster endgültig, welche Angebote ins Programm kommen.

„Natürlich verlässt sich die Leitung bei 1.000 Veranstaltungen stark auf die Vorarbeit der Arbeitskreise“, erläutert Kratel. „Aber die Leitung wird auch Änderungen vornehmen.“ Zum Beispiel bei Diskussionsteilnehmern. Denn warum soll ein Bischof auf fünf Podien sitzen und ein ebenso kompetenter Amtsbruder nur auf einem einzigen?

Öffentlich wird das Programm nach einer Pressekonferenz Anfang 2018. Und im Frühjahr liegen die 1.000 Veranstaltungen des Katholikentags 2018 dann auch zwischen zwei Buchdeckeln vor.