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Andreas Lob-Hüdepohl sieht die mit der Technologie verbundenen Hoffnungen kritisch. Welche Aufgabe er den Kirchen dabei zuweist.
Der Berliner Theologe Andreas Lob-Hüdepohl warnt vor weitreichenden Heilsversprechen bei Künstlicher Intelligenz (KI). Befürworter einer „Entfesselung“, einer radikalen Deregulierung von KI würden derzeit Visionen eines „transhumanistischen Paradieses“ propagieren, in dem KI und Maschinen den Menschen alle Lasten abnehmen können, schreibt Lob-Hüdepohl in einem Beitrag für die Zeitschrift „Herder Korrespondenz“. Versprochen werde sogar ein Upload menschlichen Bewusstseins für virtuelles, ewiges Leben.
Diese Versprechen verschwiegen aber, so der Theologe, dass ihr Preis eine „Entmenschlichung des Menschen“ sei. Personen dürften nicht zu berechenbaren Daten werden, sondern es müsse die „Unverplanbarkeit und Unverrechenbarkeit“ jedes einzelnen gewahrt bleiben.
Aufgabe der Kirchen und der Theologie sei es, die möglichen Gefahren einer von KI geprägten Gesellschaft offenzulegen, forderte Lob-Hüdepohl. Wichtig sei es beispielsweise, das religiöse Bewusstsein dafür wachzuhalten, dass die Wirklichkeit niemals in der Hand des Menschen und auch nicht in der Verfügungsgewalt einer Superintelligenz liegen könne.