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Projekt findet vom 16. bis 23. Juni statt

Woche der Stille in Oldenburg - darum macht das Forum St. Peter mit

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66 Veranstaltungen von 43 Anbietern stehen auf dem Programm der Woche der Stille in Oldenburg vom 16. bis 23. Juni. Lange stand sie wegen Corona infrage. Benedikt Feldhaus, Theologe im Forum St. Peter Oldenburg, erklärt nun, warum die katholische Kirche sich beteiligen wird.

Herr Feldhaus, Sie moderieren die Eröffnungsveranstaltung zur Woche der Stille. Da liegt zuerst die Frage nahe: Wo sehen Sie Ihren persönlichen Bedarf an Stille? Wie suchen Sie danach?

Ich persönlich bin ganz deutlich eher der Typ, der es laut mag, der es lieber mal krachen lässt. Ich muss das mit der Stille auf jeden Fall immer wieder neu lernen. Sie überhaupt aus- und einzuhalten, das fällt mir nicht leicht. Wenn es mir gelingt, mache ich immer wieder die Erfahrung, dass sich Stille lohnt und in ihr auf einmal Überraschendes entstehen kann. Da ist Tiefe, da ist Lebendigkeit, da ist auch ein Gefühl des Ankommens. Das tut mir in solchen Momenten richtig gut. Zum Beispiel ist Stille bei unserem wöchentlichen interreligiösen Friedensgebet im Forum St. Peter ein ganz wesentliches Element. Es hilft, dass wir uns gemeinsam auf unser Anliegen – den Frieden in der Welt – fokussieren können. In der Stille liegt dann eine ganz eindrückliche Stärke. Von daher bin ich überzeugt: Das lohnt sich!

Das Forum St. Peter lebt doch als Projekt der Cityseelsorge geradezu von Gesprächen und spricht Leute auch gezielt an. Was hat es da bei einer Woche der Stille zu suchen?

Benedikt Feldhaus, Theologe im Forum St. Peter Oldenburg. | Foto: bmo
Benedikt Feldhaus, Theologe im Forum St. Peter Oldenburg. | Foto: bmo

Wir sind zwar ein Ort des Gesprächs und des Austauschs, ein Marktplatz, ein Forum im besten Sinne. Gleichzeitig verstehen wir uns als Rastplatz, an dem Menschen zur Ruhe kommen können. Das ist kein Widerspruch, sondern eines der Angebote unseres „Marktplatzes“. In der Stille, die auch wir in verschiedenen Angeboten bewusst präsent haben, können Menschen Erholung finden. Sie können in Kontakt mit sich selbst und mit Gott kommen. Dafür möchten wir als Forum auch in Zukunft Räume schaffen.

Lassen sich im Programm Punkte finden, wo man sagen kann: Ja, das ist ein spezifisch katholischer Beitrag zur Stille?

Veranstaltungen sind zu finden unter www.woche-der-stille.de/all-events

Einen explizit katholischen Beitrag gibt es so aus meiner Sicht nicht. Wir bringen uns als kirchliche Organisation gerne mit ein, weil wir glauben, dass Gott sowohl im bunten und lauten Treiben der Welt als auch in der Stille der einzelnen Person oder im gemeinsamen Schweigen zu finden, ja zu erfahren ist. Wir führen durch die verschiedenen Angebote einen gesellschaftlichen Diskurs darüber, was Stille den Menschen bedeuten kann. Das zeugt dann von einer Kirche, die mit ihrem eigenen Verständnis und Profil inmitten der Angebotsvielfalt der pluralen Gesellschaft präsent ist.

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