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Kölner Kardinal kritisiert Pläne von Innenminister Horst Seehofer

Woelki zu Aufnahme-Plänen nach Moria-Brand: „Wir können mehr“

  • Nach dem Brand des Flüchtlingslages Moria hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zugesagt, Deutschland nehme zunächst bis zu 150 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf.
  • „Toll ist das, aber viel zu wenig“, sagt der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki.
  • Die vergangenen Jahr hätten gezeigt: „Wir in Deutschland, wir in Europa können Integration“.

Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria fordert der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki die Aufnahme von noch mehr Flüchtlingen als bisher geplant. „150 unbegleitete Jugendliche will Deutschland aufnehmen. Toll ist das, aber viel zu wenig“, sagt der Erzbischof in einem Video auf seinem Facebook-Kanal. „Seien wir doch ehrlich. Wir können mehr, Deutschland kann mehr, Europa kann mehr.“ In den vergangenen Jahren habe sich gezeigt: „Wir in Deutschland, wir in Europa können Integration“.

Woelki erklärte zudem, seine Erzdiözese habe der katholischen Gemeinschaft Sant'Edigio 20.000 Euro für deren Hilfe vor Ort überwiesen. Das Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos war in der Nacht zum Mittwoch bei mehreren zeitgleichen Bränden fast vollständig zerstört worden. Es waren dort rund 12.000 Menschen untergebracht.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte Soforthilfe zugesichert. Mit Deutschland hätten zehn Länder in Europa zugesagt, sich an der Aufnahme von 400 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu beteiligen, erklärte er zudem. Von diesen wolle Deutschland rund 100 bis 150 Flüchtlinge aufnehmen.

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Kampanile Medienagentur