Mehr als zwei Drittel stehen in NRW und Niedersachsen

Zahl der Urnenkirchen in Deutschland seit 2013 verdoppelt

Die Zahl der Urnen- oder Grabeskirchen in Deutschland hat sich seit 2013 verdoppelt. In 42 Kirchengebäuden wurden inzwischen Räume eingerichtet, in denen Urnen mit der Asche von Verstorbenen beigesetzt werden, teilte die Verbraucherinitiative Aeternitas mit. Da immer weniger Kirchen für Gottesdienste benötigt würden, könnten Gemeinden so Abrisse oder Leerstände vermeiden und zugleich Einnahmen erzielen, um die Gebäude instandzuhalten, hieß es.

Aktuell gibt es laut Aeternitas 29 katholische, elf evangelische und zwei altkatholische Angebote, weitere seien geplant. Besonders verbreitet seien Urnenkirchen in Nordrhein-Westfalen (27) und Niedersachsen (sechs). In den südlichen Bundesländern und weiten Teilen Ostdeutschlands finde das Konzept hingegen bisher keine Resonanz.

Preise und Nutzungsdauer

Die Preise für einen Urnen-Platz variieren je nach Standort, hieß es. Im Schnitt kosten Einzelkammern 2.500 Euro, Doppelkammern mit zwei Urnen 4.500 Euro.

Die Nutzungsdauer der Grabstätten in den Urnenkirchen betrage in der Regel 20 Jahre und könne verlängert werden, so Aeternitas. Eine konfessionelle Bindung der Verstorbenen werde meist nicht vorausgesetzt.