Auftakt zur 72-Stunden-Aktion in Münster

ZDF-Fernsehgottesdienst in der Jugendkirche „Effata“

Großer Tag für die Jugendkirche „Effata“ in Münster: Am Sonntag, 17. März, überträgt das ZDF von dort ab 9.30 Uhr einen Gottesdienst. Anlass ist die Vorstellung der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die im Mai stattfinden wird. Die Wahl des Übertragungsortes fiel auf die Jugendkirche, „weil dort auf begeisternde Weise Gottesdienste für junge Menschen gefeiert werden“, sagte der Bundespräses des BDKJ, Dirk Bingener.

Die Freude über die Offenheit des Fernsehsenders für eine außergewöhnliche Form der Liturgie ist bei Bingener groß. „Die wird es in Münster definitiv sein“, sagt er. „Licht, Musik, Raumgestaltung und Elemente wie Video-Einblendungen sind auf die jungen Gottesdiensteilnehmer ausgerichtet.“

Multimediale Elemente

Er hat keinen Zweifel, dass das Team der Jugendkirche dies professionell umsetzen wird. Auf dem Katholikentag in Münster feierte er bereits mit ihm eine heilige Messe. „Die Ideen, multimediale Elemente und die aktive Beteiligung der Jugendlichen im Gottesdienst hat mich begeistert.“

Auch im Fernsehgottesdienst wird das so sein, sagt Anselm Thissen aus dem Team der Jugendkirche. „Wie immer haben wir das Sonntagsevangelium auf einen zentralen Begriff heruntergebrochen“, erklärt der musikalische Leiter der Band von „Effata“. „Dieses Mal sind es die Erlebnisse der Jünger am Berg Tabor, die sich im Wort Glücksmomente wiederfinden.“ In Popmusik, Video-Clips und Mitmach-Aktionen wie das Senden von Fürbitten per Handy während des Gottesdienstes wird dieser Begriff aufgegriffen werden.

Ernsthaft und kreativ

Alles andere als oberflächlich geschieht das, sagt Bingener. „Die Jugendlichen gehen mit großer Ernsthaftigkeit an die Gestaltung der Liturgie und Inhalte.“ Es gehe nicht darum, die heilige Messe „umzukrempeln“, sondern sie für junge Menschen neu zu erschließen. Denn genau darin erlebt er häufig eine große Ratlosigkeit. „Wir wollen deshalb zeigen, was mit jungen Menschen in der Kirche heute geht.“

Mit Gottesdiensten wie in „Effata“ kann in den Augen Bingeners deutlich gemacht werden, dass Jugendliche nicht einfach aus der Pfarrgemeinde verschwunden sind, sondern sich an anderen Orten in anderer Form treffen. „Sie sind weiter Teil der Kirche und feiern Gottesdienst um die Mitte unseres Glaubens.“ Das könne auch Impulse für Angebote vor Ort geben.

Einladung an alle Altersstufen

Beim ZDF-Fernsehgottesdienst geschieht dies nicht gerade zu einer Zeit, die zum Lebensrhythmus der Jugend passt. Wer die Messe mitfeiern möchte, sollte sich bis spätestens 9 Uhr einfinden. Eingeladen sind aber nicht nur junge Menschen. „Die Jugendkirche freut sich über jeden, der nicht vor dem Fernseher sitzen möchte, sondern in der Kirchenbank“, sagt Anselm Thissen.