Katholische Laien beenden Frühjahrsvollversammlung in Berlin

ZdK: Neuordnung der Kirchenfinanzen und Diakonat der Frau

Bei der Mittelvergabe für bundesweite Aufgaben der katholischen Kirche sollen nach Auffassung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) künftig auch Laien mitentscheiden. Das forderte das ZdK auf seiner Vollversammlung in Berlin. In seinem Beschluss ruft das Gremium die Deutsche Bischofskonferenz zudem auf, die Verwendung der Kirchensteuern auf überdiözesaner Ebene „transparent darzustellen“. In den Bistümern erfolge dies bereits umfassend, so das höchste repräsentative Gremium der katholischen Laien in Deutschland.

Das ZdK betont, die Einnahmen bei der Kirchensteuer seien bundesweit von fünf Milliarden Euro 2008 auf über sechs Milliarden Euro im Jahr 2015 gestiegen. Zugleich würden jedoch die Mittel für überdiözesane Aufgaben reduziert. Dies schwäche die Präsenz der Kirche in der Gesellschaft und ihre Wirksamkeit in der Politik, die wesentlich von bundesweit tätigen Verbänden und Initiativen getragen würden.

Große Mehrheit für Diakonat der Frau

Das Laiengremium appelliert an die 27 deutschen Bistümer und deren Kirchensteuerräte, dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen. Der VDD ist für die Förderung der überdiözesanen Aufgaben zuständig. Klärungsbedürftig sei auch ein solidarischer Finanzausgleich zwischen den reicheren und ärmeren Bistümern. Auf seiner nächsten Vollversammlung im November will das ZdK das Thema vertiefen. Die Bischofskonferenz überprüft derzeit ihre Mittelvergabe für bundesweite Aufgaben.

Mit großer Mehrheit stimmte die Versammlung außerdem für einen Antrag zum Diakonat der Frau. Demnach bitte das Zentralkomitee die deutschen Bischöfe, sich in Rom für den sakramentalen Diakonat der Frau einzusetzen.