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„Eine-Welt“-Arbeiter treffen Entwicklungsminister

Zekorn und Müller fordern fairen statt freien Handel

Weihbischof Stefan Zekorn fordert faire Handelsabkommen zwischen Europa und den afrikanischen Ländern.

Weihbischof Stefan Zekorn fordert faire Handelsabkommen zwischen Europa und den afrikanischen Ländern. „Die aktuellen neuen Handelsverträge der EU mit afrikanischen Ländern schreien geradezu zum Himmel“, beklagte Zekorn nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle am Dienstag (11.10.2016) auf der Jugendburg Gemen. Auf Initiative der CDU-Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling und Johannes Röring kamen 80 Freiwillige aus der „Eine-Welt-Arbeit“ zu dem Treffen, an dem auch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller teilnahm.

Weihbischof Zekorn berichtete, wie Hühnerbauern in Nordghana unter den aktuellen Handelsbedingungen litten: „Ich habe an den Straßen vor Kühlschränken mit aus Europa exportiertem Hühnerfleisch gestanden.“ Dadurch würden die Bauern ihrer Existenzgrundlage beraubt. So schaffe Europa selbst Fluchtursachen für die Menschen in Afrika.

Bildung nicht Koranschulen überlassen

Ein weiteres Anliegen sei Weihbischof Zekorn das Engagement für Bildung in Afrika. Staat und Kirchen dürften die Bildung nicht den Moscheen und Koranschulen überlassen: „Dann brauchen wir uns über wachsenden Islamismus in diesen Ländern mit Folgen bis nach Europa nicht zu wundern.“

Den Worten des Weihbischofs pflichtete Minister Müller bei: „Wir müssen weg vom freien Handel zu einem fairen Handel.“ Müller lobte die Freiwilligen in der „Eine-Welt-Arbeit“ als Impulsgeber und Kooperationspartner.

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