Söhne eines infizierten Schlachtarbeiters

Zwei Corona-Fälle an katholischer Liebfrauenschule Cloppenburg

Im Umfeld des Corona-Ausbruchs im Schlachtbetrieb Geestland in Wildeshausen haben sich zwei Schüler der Cloppenburger Liebfrauenschule infiziert. Das teilte die Schulstiftung St. Benedikt als Träger des bischöflichen Gymnasiums mit.

Demnach haben sich zwei Brüder aus den Jahrgängen 8 und 11 bei ihrem Vater infiziert, der bei Geestland arbeitet. Die Schulleitung habe am heutigen Donnerstag von dem Fall erfahren und das Gesundheitsamt informiert.

Das Amt geht nach Angaben der Schulstiftung von einem nur geringen Ansteckungsrisiko für Mitschüler und Lehrer aus, weil Hygiene- und Abstandsregeln in der Schule eingehalten worden seien. Weitere Tests von Lehrern oder Schülern seien daher nicht notwendig, der Unterricht könne uneingeschränkt weiterlaufen.

Zwei Jahrgänge vom Unterricht freigestellt

Nach Bekanntwerden weiterer Verdachtsfälle – Kontaktpersonen der Infizierten, die deswegen jetzt in Quarantäne sind – hat die Schulleitung der Liebfrauenschule jedoch vorsorglich beschlossen, alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 und 11 vom Unterricht freizustellen. Dies soll bis zum 3. Juli gelten.

„Diese Maßnahme sehen wir als notwendig an, weil sich Schüler auch privat treffen“, sagte der stellvertretende Schulleiter Norbert Dörner im Gespräch mit „Kirche-und-Leben.de“. Weitere Maßnahmen behalte die Schule sich vor.

An der Schule gilt außer im Unterricht Maskenpflicht für alle

Das Hygienekonzept der Liebfrauenschule geht über die für staatliche Schulen vorgeschriebenen Regeln hinaus. Wie an allen anderen bischöflichen Schulen im Oldenburger Land gilt auch an der Liebfrauenschule auf dem gesamten Schulgelände Maskenpflicht für alle. Lediglich während des Unterrichts, wenn ein Sicherheitsabstand gewahrt werden kann, dürfen die Schutzmasken abgesetzt werden.