STAATSBESUCH

Zweite Auslandsreise: Papst Leo XIV. besucht Monaco

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Seine zweite Auslandsreise führte Leo vom kleinsten in den zweitkleinsten Staat der Welt. Er brachte große Botschaften mit.

Von KNA, jjo

Leo XIV. hat in Monaco eindringlich für den Frieden in der Welt geworben. "Gewöhnen wir uns nicht an den Lärm der Waffen, an die Bilder des Krieges", forderte er bei einer Messe im Fußballstadion "Louis II". Heute würden weltweit so viele Pläne geschmiedet, um Unschuldige zu töten.

"Wie viele falsche Gründe werden vorgebracht, um sie aus dem Weg zu räumen", so der Papst. Doch der Hartnäckigkeit des Bösen stehe die ewige Gerechtigkeit Gottes gegenüber, die neues Leben schenke. "Frieden ist nicht bloß ein Kräftegleichgewicht, sondern das Werk gereinigter Herzen, von Menschen, die im anderen einen Bruder und eine Schwester sehen, die es zu behüten gilt, nicht einen Feind, der vernichtet werden muss", sagte Leo XIV.

Katholizismus Staatsreligion in Monaco

Anwesend waren Fürst Albert II. und Fürstin Charlène mit ihren Kindern Gabriella und Jacques sowie weitere Mitglieder der Familie Grimaldi. In Monaco ist der Katholizismus Staatsreligion. Etwa 80 Prozent der rund 38.500 Einwohner des sehr wohlhabenden Landes sind katholisch.

Der Papst rief dazu auf, sich von "Götzen" zu befreien: "Vom Reichtum, der zur Gier verkommen ist, von der Schönheit, die zur Eitelkeit verzerrt wurde." Stattdessen sei es die Barmherzigkeit, die die Welt erlöse.

Papst ruft zum Einsatz für Lebensschutz auf

Die Gottesmutter Maria als Patronin Monacos möge den Monegassen helfen, "ein Ort zu sein, an dem die Kleinen und Armen Annahme und Achtung ihrer Würde erfahren, ein Ort ganzheitlicher und inklusiver Entwicklung", so der Papst in seiner auf Französisch gehaltenen Predigt.

Zuvor in der Kathedrale "Notre Dame Immaculée" hatte er die Katholiken aufgerufen, sich leidenschaftlich für den Glauben und das Lebensrecht aller einzusetzen: "Verkündet das Evangelium des Lebens, der Hoffnung und der Liebe; bringt allen das Licht des Evangeliums, damit das Leben jedes Mannes und jeder Frau von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende verteidigt und gefördert wird."

Warnung vor Säkularismus

Ebenso sollten die Katholiken den Tendenzen des Säkularismus Einhalt gebieten. Sie drohten, den Menschen auf den Individualismus zu reduzieren und das gesellschaftliche Leben lediglich auf die Schaffung von Wohlstand zu gründen, sagte Leo XIV.

Kennzeichen der Gemeinschaft der Kirche sei, Widerschein der Liebe Gottes zu sein, der keine Unterschiede zwischen den Menschen mache, so der Papst. Sein eintägiger Besuch im - nach dem Vatikanstaat - zweitkleinsten Land der Welt war die zweite Auslandsreise Leos.

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