Extra-Feiertag für Franziskus bei Südamerika-Besuch

Eine Drohne verfolgt den Papst in Chile

Vom regional produzierten Papst-Gewand bis zu einem Extra-Feiertag: Der Besuch von Papst Franziskus in Chile und Peru zieht viele Besonderheiten nach sich. Was bei der Visite in Südamerika sonst noch passiert.

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Vom regional produzierten Papst-Gewand bis zu einem Extra-Feiertag: Der Besuch von Papst Franziskus in Chile und Peru zieht viele Besonderheiten nach sich. Was vorbereitet wird, wer kommt und was sonst noch passiert  - bunte Meldungen von der Visite in Südamerika.

UMZUG: Mit „militärischen Ehren“ ist in der vergangenen Woche der Umzug der Heiligen Jungfrau von Carmen aus Concepcion nach Temuco vorbereitet worden. Dort wird Papst Franziskus am 17. Januar erwartet. Zur „Virgen del Carmen“ pilgern jedes Jahr Zehntausende Gläubige. Armeeangehörige und die Polizei trugen die Figur aus der Kirche in Concepcion. Dem Prozedere wohnten viele Schaulustige bei.

BUCH: Anlässlich des Papstbesuches in Chile gibt es ein neues Buch über das Kirchenoberhaupt. Autor des Werkes mit dem Titel „Papst Franziskus: Wirtschaft und Gesellschaft“ ist der Erzbischof von Concepcion, Fernando Chomali. In der vergangenen Woche wurde das Buch in Begleitung von Prominenz aus Politik und Kirche in Chile präsentiert.

SCHNEIDERIN: Papst Franziskus wird bei seinem Besuch in Chile ein Gewand aus erfahrener Hand tragen. Schneiderin Margot Ojeda hat sich des päpstlichen Outfits angenommen und verfügt über einschlägige Referenzen: Bereits beim Besuch von Papst Johannes Paul II. vor 30 Jahren schneiderte Ojeda die Kleider, die der damalige Papst bei seinem Besuch trug. „Für mich ist wieder ein Traum wahr geworden“, sagte Ojeda. Sämtliche Stoffe für das Gewand stammen aus Chile.

DROHNE: Nur eine einzige Drohne ist beim Besuch von Papst Franziskus in Chile zugelassen. „Pilot“ ist Carlos Matting von der Produktionsfirma „Promovie“, der den Besuch in HD-Qualität aufnimmt und spektakuläre Bilder aus der Vogelperspektive liefern wird. Das Modell „DJI Inspire 2“ wird den Papst aus 130 Metern Höhe verfolgen.

PAPAMOBIL: Papst Franziskus setzt während seines Besuches in Chile auf bereits verwendete Papamobile. Wie die Organisatoren mitteilten, wird Franziskus auf zwei Fahrzeuge zurückgreifen, die bereits bei seinen Visiten in den USA, Bolivien (2015) und Mexiko (2016) im Einsatz waren. Die eigens für den Papst umgebauten Jeeps hatten das Kirchenoberhaupt bereits in New York, Philadelphia, Washington und später auch in Mexiko transportiert. Diesmal werden sie in Santiago (16. Januar) und Temuco (17. Januar) zum Einsatz kommen. Auch das am 18. Januar in Iquique vorgesehene Papamobil hat schon einmal eine Papstreise erlebt: Der Toyota Land Cruiser hatte beim Papstbesuch in Bolivien seine Premiere. Im Vorfeld des Besuches in Chile und Peru hatte der Vatikan die gastgebenden Länder gebeten, keine neuen Fahrzeuge zu bauen, sondern auf bereits existierende Papamobile zurückzugreifen.

LANDSLEUTE: Zu dem mit Spannung erwarteten Besuch von Papst Franziskus im Nachbarland Chile werden laut Medienberichten auch zwischen 800.000 und einer Million Argentinier erwartet. Beide Länder haben nach eigenen Angaben die Personalzahlen an den Grenzübergängen erhöht, um dem Massenandrang gerecht zu werden. Sein Heimatland Argentinien hat Franziskus in seiner fast fünfjährigen Amtszeit noch nicht besucht.

FEIERTAG: Mit einer deutlichen Mehrheit von 70 zu 6 Stimmen hat das Parlament in Chile den 16. Januar zu einem regionalen Feiertag im Großraum Santiago erklärt. An diesem Tag wird Papst Franziskus in der chilenischen Hauptstadt zum Auftakt seines mehrtägigen Besuches einen Freiluftgottesdienst im Park O'Higgins feiern. Während Befürworter argumentierten, durch den Feiertag werde ein Verkehrschaos vermieden, monierten Kritiker, dass durch den Arbeitsausfall die Kosten für den Papstbesuch weiter in die Höhe getrieben würden.

ROSENKRANZ: Häftlinge aus zwölf Strafanstalten Limas haben mehr als 300.000 Rosenkränze für den anschließenden Besuch in Peru (18. bis 21. Januar) geknüpft. Die rund 1.250 Frauen und Männer hätten sich freiwillig für diese Arbeit gemeldet. Die Aktion wurde gemeinsam von der Behörde, der „Bruderschaft für die Gefangenen Perus“ und der Erzdiözese Lima ins Leben gerufen. Monatelang arbeiteten die Häftlinge von früh bis spät in großen Sälen der Haftanstalten. Mit den Einnahmen sollen Ausgaben für die Tausenden freiwilligen Helfer während des Besuches von Franziskus gedeckt werden.

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