Vatikan äußert sich bislang nicht

Spekulationen: Papst schickt Gänswein als Botschafter ins Baltikum

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Die Spekulationen über einen neuen Posten für den früheren Papst-Sekretär Gänswein reißen nicht ab. Statt in die Sonne Costa Ricas – wie es im letzten Jahr rumorte – könnte es für den 67-Jährigen bald ins Baltikum gehen.

Neue Spekulationen über die Zukunft von Georg Gänswein: Der Ex-Sekretär von Benedikt XVI. könnte als Papst-Botschafter ins Baltikum geschickt werden. Das berichtete die Zeitung „Corriere della Sera“ am Wochenende. Die baltische Nuntiatur befindet sich in Litauen, umfasst zudem Estland und Lettland. Der Posten des Vatikan-Botschafters dort ist derzeit vakant. Am 11. März versetzte Papst Franziskus seinen Nuntius in Litauen, Erzbischof Petar Rajic, nach Italien.

Weder der Vatikan noch Gänswein selbst äußerten sich bislang zu den Spekulationen. Letzte Woche berichtete jedoch bereits die argentinische Tageszeitung "La Nacion" über einen möglichen neuen Posten für den 67-jährigen Deutschen. Es hieß, Gänswein solle Apostolischer Nuntius an einem noch zu benennenden Ort werden. Der Heilige Stuhl werde die Ernennung „demnächst“ offiziell bekannt geben.

Gänswein aktuell im Erzbistum Freiburg

In einem kürzlich erschienenen Interviewbuch hatte der Papst dem früheren Sekretär von Benedikt XVI. noch einen Mangel an Anstand und Menschlichkeit vorgeworfen, weil unmittelbar nach dem Tod des Ex-Papstes ein Memoirenbuch Gänsweins über seine Jahre mit ihm erschienen war. Mit Blick auf Intrigen im Vatikan sagte Franziskus jedoch auch, man müsse Menschen, die einen Irrtum begangen haben, verzeihen und ein neues Kapitel aufschlagen. Nur für Leute, die halsstarrig blieben, gelte etwas anderes.

Gänswein lebt seit seiner Entlassung aus dem Vatikan im Sommer 2023 ohne Aufgabe in seinem Heimaterzbistum Freiburg. Er war 19 Jahre lang der Privatsekretär von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. und begleitete diesen als Präfekt der Glaubenskongregation, als Papst und als emeritierter Papst bis zu seinem Tod.

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