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Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege

Caritas: Jobcenter nutzen Fördergelder für sich selbst

Geld, das eigentlich für die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen gedacht ist, landet immer öfter in der Eigenfinanzierung der Jobcenter. Mit 36 Prozent wird vom Bezirk Kleve am meisten Geld vom Eingliederungsbudget abgezweigt.

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Geld, das eigentlich für die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen gedacht ist, landet immer öfter in der Eigenfinanzierung der Jobcenter. Das beklagt der Diözesan-Caritasverband und zitiert aus dem aktuellen Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Grundsätzlich sei das zwar erlaubt. Von den Jobcentern im Bereich des Bistums Münster werde diese Maßnahme aber unterschiedlich stark eingesetzt.

Der Caritas zufolge zweigt der Bezirk Kleve mit 36 Prozent den größten Anteil aus dem Eingliederungsbudget ab. Dagegen liegt Münster mit sechs Prozent deutlich unter dem Landesschnitt von 16 Prozent.

 

Nur jeder Zwölfte kann gefördert werden

 

Die Gelder für die Förderung Langzeitarbeitsloser sind zudem zwischen 2010 und 2015 im regionalen Schnitt um 35 Prozent zurückgefahren worden, berichtet die Caritas. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen gehe hingegen kaum zurück.

Mittelkürzungen und die Umleitung von Geldern für die eigene Verwaltung „führen im Ergebnis zu einer deutlich gesunkenen Aktivierungsquote Langzeitarbeitsloser“, kritisiert Helmut Flötotto, Referatsleiter Soziale Arbeit im Diözesancaritasverband Münster. Im Durchschnitt reichten die Mittel nur für jeden zwölften Hartz-IV-Empfänger, um ein Jahr lang gefördert zu werden.

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