Für Abgabe auf CO2 und Kerosin

Christliche Initiative fordert Steuern auf Kurzflüge

Angesichts des Klimawandels drängt die christliche Initiative Klima-Kollekte auf eine Verteuerung von Kurzflügen. Das schlechte Gewissen mancher Bürger reiche nicht, die Politik müsse eingreifen, sagte die Geschäftsführerin des Kompensationsfonds, Olivia Henke, den Zeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse in Osnabrück. Das sei die einzige Möglichkeit, um etwas zu bewirken. Keine andere Art des Fortbewegens verbrenne so viel Energie wie eine Flugreise. Notwendig seien eine CO2- und eine Kerosinsteuer.

Laut Studien sei allein das Fliegen für bis zu fünf Prozent der Erderhitzung verantwortlich, erläuterte Henke. Verursacht werde das von rund drei Prozent der Weltbevölkerung. „Wir brauchen politische Maßnahmen, die dafür sorgen, dass wir vor allem Kurzreisen per Flieger nicht mehr machen können.“

Flüge nach Barcelona und London sollen vermieden werden

Wochenendreisen etwa nach Barcelona oder London seien vermeidbar. „Die Kunden sind vor allem vom Preis überzeugt. Es kann nicht sein, dass es diese unglaublich billigen Flugreisen gibt und im Gegensatz dazu das Reisen mit der Bahn recht teuer ist“, so Henke. Manche würden ein Verbot wohl als schmerzhaft empfinden. „Aber dauerhaft 40 Grad im Schatten tun auch weh.“

Die Klima-Kollekte ist ein Kompensationsfonds der christlichen Kirchen für Kohlendioxid-Emissionen. Das Konzept basiert auf weltweit vernetzten Strukturen und will etwa durch die Förderung von Projekten im Bereich erneuerbare Energien einen Ausgleich für Kohlendioxid-Emissionen ermöglichen.