Mehr als nur ein Jugendcafé

Holger Brox verlässt Areopag in Recklinghausen

Holger Brox
Holger Brox leitet ab Anfang 2017 eine Jugendbildungsstätte im Bistum Hildesheim.Foto: Michael Richter (pbm)

Holger Brox hat am Sonntag seinen letzten Areopray-Gottesdienst gefeiert. Der 44-jährige Stadtjugendseelsorger hat das Jugendcafé Areoparg in Recklinghausen mitaufgebaut. »Du hast Pionierarbeit geleistet, in und für die Jugendarbeit«, lobte Pfarrer Oliver Paschke den Diplom-Religionspädagogen. Nach Angaben der Bischöflichen Pressestelle wechselt Brox zum Jahresbeginn nach Holle im Bistum Hildesheim und übernimmt dort die Leitung der Jugendbildungsstätte Haus Woldenberg.

Brox: Jugendliche mit Glauben nicht überfrachten

 Wie geht’s weiter im Areopag
Zum Jahreswechsel übernimmt zunächst Joachim Brune die Leitung des Jugendcafés. Der Kaplan der Pfarrei St. Peter wird dabei von den Pastoralassistenten Matthias Grammann und Philipp Winger unterstützt. Einen Nachfolger will das Bistum noch benennen. Er soll voraussichtlich im Sommer seinen Dienst im Areopag antreten.

Das Areopag baute Brox seit 2008 mit auf. »Das Zentrum ist ein Raum für Jugendliche mit und ohne Religion. Sie merken schon, dass wir unseren Glauben im Hintergrund haben, aber wir überfrachten sie damit nicht«, betont er. Die Pfarreien Recklinghausens finanzieren das Areopag gemeinsam. Dies macht das Café einmalig im Bistum Münster.

Mittlerweile ist das Areopag mehr als nur ein Jugendcafé: Schulklassen kommen zu »Baustellentagen« ins Haus, beschäftigen sich mit Themen wie Mobbing oder stärken unter pädagogischer Anleitung die Klassengemeinschaft. An jedem ersten Sonntag im Monat gestalten Jugendliche im Raum der Stille einen Wortgottesdienst. Die Areopray-Messen mit außergewöhnlicher Licht-Inszenierung und Musik von der Areopag-Band locken an jedem dritten Sonntag auch viele Erwachsene in die Kirchen Recklinghausens. In der Advents- und Passionszeit kommen Früh- und Spätschichten hinzu.

Umzug Ende des Jahres

Holger Brox war zuständig für Spiritualität, Lebensberatung, pfarrliche Jugendarbeit und die Areopag-Band. Parallel zum Dienst im christlichen Jugendzentrum hat er Sozialmanagement an der katholischen Hochschule in Münster studiert. »Diese Qualifikation, auch zur Personalführung, will ich nun auch einsetzen«, begründete er seinen Berufswechsel. Ende des Jahres will er mit seiner Frau und den drei Kindern nach Hildesheim ziehen.