Nach Wort der Bischofskonferenz

Katholisches Büro: AfD-Politiker nicht mehr eingeladen

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AfD-Abgeordnete sind beim jährlichen Michaelsempfang der katholischen Kirche nicht mehr erwünscht. Damit reagiert das Katholische Büro auf die voranschreitende Radikalisierung der Partei.

Das Katholische Büro in Berlin will künftig keine Abgeordneten der AfD mehr zu ihrem jährlichen Michaelsempfang einladen. Das sagte der Leiter des Büros, Prälat Karl Jüsten, der „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“. „Wir ändern somit aufgrund der immer weiter voranschreitenden Radikalisierung der AfD unsere bisherige Praxis.“

Nach Erklärung der Bischofskonferenz

Jüsten berief sich dabei auf die jüngste Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz. Die katholischen Bischöfe hatten vergangene Woche zum Abschluss ihrer Frühjahrsvollversammlung in Augsburg einstimmig eine Erklärung mit dem Titel „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“ verabschiedet. 

Darin grenzten sich die Bischöfe deutlich von der AfD ab und bezeichneten sie als für Christen nicht wählbar. In der Partei dominiere nach mehreren Radikalisierungsschüben inzwischen eine völkisch-nationalistische Gesinnung.

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