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Politik friert Geld ein – Träger enttäuscht

Kein Zuschuss: Caritas-Jugendtreff in Dinslaken geschlossen

Für einige Wochen sah es danach aus, dass der Dinslakener Jugendtreff „Huberts“ der Caritas wieder öffnen könne. Doch der Rat strich kurzerhand den städtischen Zuschuss von 30.000 Euro. Die Caritas reagiert enttäuscht.

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Nun ist die Tür doch zu. Für einige Wochen sah es danach aus, dass der Dinslakener Jugendtreff „Huberts“ der Caritas wieder öffnen könne. Doch der Rat strich kurzerhand den städtischen Zuschuss von 30.000 Euro. Der kurz zuvor verkündete Wiedereröffnungstermin fiel ins Wasser.

Auslöser der neuen Entwicklung war der SPD-Antrag, den Zuschuss einzufrieren. Die Stadt solle stattdessen mit Vertretern aus Politik, Kinderjugendparlament und anderen, die sich in diesem Bereich engagieren, Vorschläge über eine Neuverteilung der finanziellen Unterstützung erarbeiten. Dabei fand die Rats-SPD auch Unterstützung bei Teilen der CDU.

 

Angebot für Jugendliche von 14 bis etwa 22 Jahren

 

„Da die Caritas als Betreiber das Huberts zum 15. Mai 2018 geschlossen hat, sind die Ziele der Förderung nicht mehr erfüllt“, begründet die SPD den Antrag. Dabei verkennt die Fraktion nicht die Nachfrage nach niederschwelligen Angeboten für Jugendliche in der Stadt und spricht von einer „lebendigen, kreativen und engagierten Jugendszene“.

Die Caritas hat im „Huberts“ mehrere Jahre lang ein Angebot für junge Menschen zwischen 14 und etwa 22 Jahren unterhalten. Dann gab es aber Beschwerden über Lärm vor dem Haus. Um die Mitarbeiter angesichts der teils heftigen Diskussion in sozialen Medien zu schützen, entschloss sich Michael van Meerbeck, Direktor beim Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel, im Mai zur Schließung der Einrichtung.

 

„Eine Institution ist weg“

 

Gespräche in den folgenden Wochen führten dazu, dass das „Huberts“ zur Jahresmitte wieder hätte öffnen können – vorbehaltlich der politischen Zustimmung. Die blieb nun aus.

„Eine Institution für die Jugendlichen ist weg“, sagt der Caritasdirektor. Von der Politik gewünscht gewesen seien auch Großveranstaltungen. Das aber wäre in den auf 200 Personen limitierten Räumen nicht möglich gewesen. Außerdem hätten sich in diesem Fall wohl Nachbarn beschwert.

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