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Priester des Bistums Münster war 20 Jahre lang beim Katholischen Bibelwerk tätig

Langjähriger Bibelwerks-Chef Franz-Josef Ortkemper ist tot

  • Franz-Josef Ortkemper, von 1989 bis 2009 Geschäftsführender Direktor des Katholischen Bibelwerks in Stuttgart, ist tot.
  • Der Priester des Bistums Münster starb am Samstag, 15. Mai, im Alter von 81 Jahren in Münster.
  • Er galt als „fesselnder Werber“ für die Bibel.
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Franz-Josef Ortkemper, von 1989 bis 2009 Geschäftsführender Direktor des Katholischen Bibelwerks in Stuttgart, ist tot. Der Priester des Bistums Münster starb am Samstag, 15. Mai, im Alter von 81 Jahren in Münster, teilt das Bischöfliche Generalvikariat mit.

In seiner Stuttgarter Zeit veröffentliche er zahlreiche Aufsätze über das Alte und Neue Testament. Er gründete das vom Bibelwerk herausgegebene Magazin „Welt und Umwelt der Bibel“ und zur langfristigen finanziellen Absicherung der Arbeit 2006 die Stiftung „Bibel heute“.

„Fesselnder Werber“ für die Bibel

Zum Ausscheiden beim Bibelwerk würdigte der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst Ortkemper als leidenschaftlichen und kompetenten Bibelbotschafter. Ihm sei es gelungen, die Bücher des Alten und Neuen Testaments immer neu in ihrer Vielfältigkeit vor Augen zu führen und darin die Menschenfreundlichkeit Gottes zu zeigen. Ortkemper sei ein „fesselnder Werber“ für die Heilige Schrift.

Die heutige Bibelwerk-Chefin Katrin Brockmöller betonte am Dienstag, Ortkemper habe unzähligen Frauen und Männern Augen, Ohren und Herzen für die Heilige Schrift geöffnet. Seine Begeisterung sei auf andere übergesprungen.

Nach dem Ende seiner Zeit in Stuttgart hatte Ortkemper laut Generalvikariat zunächst im nahen Waiblingen gelebt. 2020 zog er nach Münster.

Stationen im Bistum Münster

Der in Beckum Aufgewachsene studierte in Münster und München Theologie. Nach der Priesterweihe 1965 war er in der Seelsorge und als Religionslehrer tätig. 1972 wurde Ortkemper Rektor an der Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster. 1979 wechselte er als Pfarrer von St. Elisabeth nach Recklinghausen, 1981 wurde er zusätzlich Dechant im Dekanat Recklinghausen.

Das Seelenamt wird am Donnerstag, 27. Mai, um 14.30 Uhr in St. Jakobus Ennigerloh gehalten. Anschließend erfolgt die Beerdigung auf dem dortigen Friedhof. Beides findet den Angaben zufolge coronabedingt im kleinen Kreis statt.

Update 18.15 Uhr: Reaktion Katrin Brockmöller, vierter Absatz.

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