Allerdings oft nur gering bezahlte Hilfstätigkeiten

Mehr Flüchtlinge im Bistum Münster finden Arbeit

Die Zahl der Flüchtlinge, die eine Arbeit gefunden haben, ist im nordrhein-westfälischen Teil des  Bistums Münster nach Angaben des Diözesan-Caritasverbands von Herbst 2017 bis Herbst 2018 stark gestiegen. Da sie aber vielfach als Helfer oder Leiharbeiter beschäftigt seien, würden sie nur wenig Geld verdienen, hieß es.

Die Caritas fordert deswegen zusätzliche Förderung und Vereinfachungen beim rechtlichen Rahmen: Mit „gezielter Sprachförderung, beruflicher Qualifizierung und einfacherer Anerkennung der in der Heimat erworbenen Kompetenzen“ könne es gelingen, Flüchtlinge als Fachkräfte zu gewinnen, sagte Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann.

Starke Zuwächse in Recklinghausen

Arbeit zu finden gelingt Geflüchteten in fast allen Arbeitsamtsbezirken im NRW-Teil des Bistums besser als im Landesdurchschnitt. Den stärksten Zuwachs verzeichnet Recklinghausen. Während in NRW die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Flüchtlinge um 54,3 Prozent anstieg und die Zahl der Auszubildenden um 67,4 Prozent, betrugen die Zuwächse in Recklinghausen 77 und 102 Prozent.

Seit 2015 hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Flüchtlinge in NRW laut Caritas vervierfacht. Kessmann mahnte zugleich an, auch solche Flüchtlinge beruflich zu qualifizieren, die derzeit noch Sozialleistungen erhielten. Nur so könne verhindert werden, dass diese Menschen die Langzeitarbeitslosen von morgen würden.