So setzt die Pfarrcaritas Zeichen gegen Einsamkeit

Neuer Besuchsdienst in Hörstel sucht Mitstreiter

Die Idee hatten sie in Hörstel schon vor geraumer Zeit, allein an der Umsetzung haperte es bisher. „Deshalb haben wir uns an den Caritasverband gewandt, damit er uns bei der Umsetzung unterstützt“, sagt Angelika Ottenhues.

Die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Pfarrcaritas in Hörstel gehört zu einem Initiativkreis, der einen Besuchsdienst für ältere Menschen ins Leben rufen möchte. Dazu sucht er nun – mit Unterstützung des Caritasverbandes Tecklenburger Land und Diakon Michael Spliethoff – viele Mitstreiter. Am Montag, 24. September, sind alle Interessierten zur Informationsveranstaltung um 19.30 Uhr in den Pfarrsaal in Hörstel eingeladen.

Ein wenig Zeit verschenken und Gutes tun

„Wer ein paar Stunden im Monat ein wenig Zeit verschenken und anderen etwas Gutes tun möchte, ist herzlich willkommen“, sagt Ottenhues. Wie auch ihre Mitstreiterin Hannelore Hembrock besucht sie für die Pfarrcaritas Altersjubilare der Pfarrei St. Reinhildis in Hörstel. „Wenn man zum Abschied sagt, dass man nächstes Jahr wiederkommt, dann fragen viele: ,So lange noch? Können Sie nicht eher wiederkommen?’ Unser Eindruck ist, dass es viele ältere Menschen gibt, die einsam sind und sich über regelmäßigen Besuch freuen würden“, sagt Ottenhues.

Das Problem betrifft vor allem, aber nicht nur alleinlebende ältere Menschen. „Viele haben ihre erwachsenen Kinder und Enkel zwar nebenan wohnen. Im Alltag bleibt aber oft nicht die Zeit, sich ein paar Stunden hinzusetzen und miteinander zu sprechen“, sagt Hannelore Hembrock.

Was auf die Freiwilligen zukommt

Weitere Information zu dem Besuchsdienst in Hörstel bei Diakon Michael Spliethoff, Telefon 05459/9712236, spliethoff-m@bistum-muenster.de oder bei Angelika Ottenhues, Tel. 05459/4574.

Das Motto für den Besuchsdienst lautet „Zuhören und Zeit verschenken“. Für Hembrock ist der Name Programm. „Das sagt eigentlich schon alles, worum es bei dem Besuchsdienst geht.“

„Manchmal fehlt nur jemand, der mit einem älteren Menschen ab und an zum Friedhof geht. Ein anderer wünscht sich Begleitung bei Spaziergängen, andere einfach nur etwas Unterhaltung“, beschreibt Ottenhues, was auf die Freiwilligen zukommen könnte.

„Jeder gibt so viel Zeit, wie er kann“

Caritas-Mitarbeiterin Gabriele Freese bereitet die Ehrenamtlichen in einer Schulung auf ihre Aufgabe vor und begleitet die regelmäßigen Treffen zum Austausch. Außerdem ist sie Ansprechpartnerin bei eventuellen Schwierigkeiten. Sie betont: „Die Freiwilligen werden behutsam an ihre Aufgabe herangeführt. Jeder gibt zwei oder drei Mal im Monat so viel Zeit, wie er kann.“

Zum Auftakt koordiniert Ottenhues, welche Freiwilligen zu welchen Senioren passen. „Ich hoffe aber, dass sich unter den Ehrenamtlichen jemand findet, der diese Aufgabe später übernimmt.“

Besonders Männer werden gesucht

Wer sich für das freiwillige Engagement im Seniorenbesuchsdienst interessiert, sollte offen und kontaktfreudig sein und Interesse an älteren Menschen haben. „Die Ehrenamtlichen sollten auf jeden Fall Freude an Begegnungen haben“, sagt Freese. Und Ottenhues nennt noch einen Wunsch: „Es wäre klasse, wenn auch Männer mitmachen. Denn ältere Männer wünschen sich oftmals Kontakt zu Männern.“