Kirche+Leben Lexikon

Was bedeutet Katechumenat?

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Der Katechumenat in der katholischen Kirche ist eine Zeit der Vorbereitung auf die Taufe und des Einlebens in die christliche Gemeinde. Menschen, die einen Katechumenat absolvieren, nennt man auch Katechumenen.

Das Wort leitet sich vom griechischen „katechein“ her, das „entgegentönen“, aber auch „unterrichten“ bedeutet. Bis ins vierte Jahrhundert hat diese Form der Sakramenten-Vorbereitung das kirchliche Leben geprägt; sie erlebt derzeit eine Renaissance.

Erwachsene Taufbewerber wurden durch Bürgen der Gemeinde vorgestellt und in einem ersten Ritus in den Katechumenat aufgenommen. Katecheten trugen Verantwortung für einen Glaubensunterricht (Katechese), der eng an der Feier des Kirchenjahres ausgerichtet war und entsprechend lange dauerte.

Wenn in den Katechumenen die Entscheidung gereift war, sich in der folgenden Osternacht taufen zu lassen, wurden sie sechs Wochen zuvor zu Beginn der Fastenzeit vom Bischof feierlich zur Taufe zugelassen. Damit begann die letzte intensive Phase der Vorbereitung auf den Empfang der Sakramente der Eingliederung in die Kirche (Taufe, Firmung, Eucharistie).

Im Katechumenat lernen die Taufanwärter unter Anleitung erfahrener Christen christlichen Glauben und Lebensstil kennen. Lebenserfahrungen werden dann im Gespräch mit dem Glauben in Verbindung gebracht. Dabei geht es um ein „Glaubenlernen“ mit allen Sinnen - ausgerichtet an der Liturgie und am Leben.